Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Eckernförde Wählerverein Altenhof verliert Mehrheit
Lokales Eckernförde Wählerverein Altenhof verliert Mehrheit
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:16 10.06.2018
Von Tilmann Post
Die Idylle trügt: In Eckernfördes süd-östlichem Nachbarort Altenhof gibt es politischen Zwist, der die Mehrheiten durcheinanderwirbelt. Quelle: Ulf Dahl
Altenhof

Es handelt sich um den derzeitigen Bürgermeister Andreas Moll und um Kerstin Eggert, bislang bürgerliches Mitglied im Sozial- und Kulturausschuss. Sie gehörten bis Anfang Juni der KWA an, die bei der Kommunalwahl am 6. Mai mit fünf von neun Sitzen die Mehrheit in der künftigen Gemeindevertretung holte.

Beide wollen fraktionslose Gemeindevertreter sein

Moll und Eggert wurden unter KWA-Flagge direkt gewählt. Schriftlich teilten sie dem Vorsitzenden Felix von Bethmann-Hollweg nun ihren Austritt mit. Beide wollen als fraktionslose Mitglieder im Gemeinderat mitarbeiten.

Mehrheit nun bei Altenhofer Bürgervereinigung

Auf diese Weise bleiben der KWA nur noch drei Sitze, und die Mehrheit verschiebt sich zugunsten der Altenhofer Bürgervereinigung (ABV), die bei der Wahl vier Sitze errang. Dass Hilmar Marohn bei der konstituierenden Sitzung am Donnerstag, 14. Juni, zum Bürgermeister gewählt wird, ist deshalb kaum zu erwarten.

"Nur der Not gehorchend" angetreten

Der 78-Jährige, der das Amt bereits von 1986 bis 2013 bekleidete, zeigte sich enttäuscht vom Austritt seines Nachfolgers Andreas Moll und des KWA-Mitglieds Kerstin Eggert. „Möglicherweise stimmen die beiden für den ABV-Kandidaten. Darauf bin ich sehr gespannt“, sagte Marohn. Besonders bitter sei die Entwicklung, weil er „nur der Not gehorchend“ angetreten sei, da niemand in der KWA Spitzenkandidat sein wollte.

Vergiftete Atmospähe

Das sieht Andreas Moll anders. „Es gab durchaus Alternativen.“ Er selbst hätte noch einmal seinen Hut in den Ring geworfen, wenn „die Atmosphäre nicht so vergiftet“ gewesen wäre. Für seine Entscheidung gibt er persönliche Gründe an. Durch die Austritte ändere sich für die KWA so gut wie nichts. Sie werde nur bei der Besetzung der Ausschüsse einmal weniger das Vorrecht haben als vorher. „Alles andere ist offen. Auch, wer Bürgermeister wird“, so Moll. Denn jeder Gemeindevertreter sei frei in seiner Entscheidung – egal, welcher Fraktion. Wen er wählt, wollte er nicht verraten.

Streit wegen neuer Feuerwehrautos

Grund für den Streit in der KWA ist offenbar die Entscheidung über den Kauf neuer Feuerwehrautos für höchstens 420.000 Euro, die Ende März laut Protokoll der Gemeindevertretung mit einer Gegenstimme gefallen ist. Demnach soll ein etwas größeres Löschgruppenfahrzeug angeschafft werden, als der Feuerwehrbedarfsplan vorsieht.

Bürgermeister hält Anschaffungen für richtig

Zudem wird ein kleines Auto fürs Gelände gekauft. Das eine ist zu einem geringen Teil, das andere gar nicht förderfähig. Da es sowohl ein Guts-Anwesen als auch sechs Kilometer unzugängliche Küstenlinie im Ort gebe, hält Andreas Moll beide Anschaffungen für richtig.

Zugespitzter Disput

Doch das sehen offenbar nicht alle in der KWA so. Moll wollte es nicht direkt bestätigen, aber der Disput hat sich wohl in den vergangenen Wochen so zugespitzt, dass er keine andere Möglichkeit als den Austritt sah. Hilmar Marohn jedenfalls hält sich offen, sein Mandat niederzulegen – je nachdem, wie die Abstimmung über das Bürgermeisteramt ausfällt.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Strand von Eckernförde war am Sonnabend der sicherste in ganz Deutschland. Der Grund: 341 DLRG-Rettungsschwimmer gingen beim 21. Life-Saving-Cup und 16. Young-Star-Cup an den Start und demonstrierten mit viel Spaß an der Bewegung ihre Fitness.

Rainer Krüger 10.06.2018

Darauf haben die Landwirte in der Region gewartet - endlich Regen! Die Abkühlung am Sonntag kam für die Ackerpflanzen nach der langen und vor allem heißen Trockenperiode gerade recht. Doch in manchen Fällen fiel der Regen zu spät, die Bauern rechnen bereits mit Ernteausfällen bei einigen Früchten.

Tilmann Post 10.06.2018

Die grünen Segel sind das Markenzeichen der stolzen Bark: Die „Alexander von Humboldt II“ liegt seit Freitag im Eckernförder Stadthafen. Beim „Open Ship“ am Sonnabend schauten sich über 600 Besucher auf Deutschlands größtem zivilem Segelschulschiff um.

Jan-Torben Budde 10.06.2018