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Eckernförde Chöre und Zuhörer glücklich vereint
Lokales Eckernförde Chöre und Zuhörer glücklich vereint
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12:01 06.10.2018
Von Beate König
Solist Hans Knubben aus dem Reihen des Königlichen Männerchors St. Pancratius aus Heerlen riss die Zuschauer mit "Mi Mancerai" mit. Quelle: Beate König
Eckernförde

Die 43 Sänger aus dem niederländischen Heerlen bei Aachen brachten hohes Niveau ins zweistündige Programm: Delikat, mit feinem Gespür für effektvoll gedimmte und energiegeladen ausgesungene Töne wurde ihre Interpretation vom „Chor der Soldaten“ aus der Oper Faust von Charles Gounod unter Leitung von John Gerits zum musikalischen Aushängeschild des Abends. Vierstimmig rein und kernig strahlten sie wie ein Don-Kosaken-Chor im „Kreistu Tvojemu“ von Otto Groll.

Ansteckende Walzerseligkeit kam bei der „Maske in Blau“ von Fred Raymond auf. „Komm und sei mein Passagier“ aus dem Fliegermarsch von Herman Dostal war so locker und ansteckend gut gelaunt im Ausdruck, die Hände der Herren so einladend ausgestreckt, das wohl jeder im Publikum ohne nachzudenken mitgezogen wäre.

Kein Rudi-Carrell-Akzent war zu hören

Nur eins präsentierten die bestens einstudierten Herren nicht: einen Akzent wie Entertainer Rudi Carrell. Ob italienisch, französisch, oder amerikanisch, die Aussprache war lupenrein und edel, wie für die Ohren von Königen bestimmt. Solist Hans Knubben erntete für seine innig-intensive Arie „Mi Mancerai“ und einem großformatigen „New York, New York“ den Auftritt der Gäste.

Den kraftvollen Klängen aus den Männerkehlen beantworteten die 34 Sänger der Eckernförder Chorgemeinschaft mit schwungvollen Arrangements. Das Arrangement „Terrific“ von Markus Detterbeck brachte Swing in die Kirche, komponierte Glucksgeräusche brachten Witz ins „Yellow Submarine“.

Den beeindruckensten Effekt hatte sich beide Ensembles für das Abschlusslied „Dona nobis pacem“ aufgespart. Nach und nach füllte der Eckernförder Chor, der von den Kirchenbänken aus nach vorn schritt, den klaren Ton des Männerchors am Altar auf. Ein großer, gemeinsamen Ton entstand und wogte über die Reihen.

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