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Eckernförde Kreis kontrolliert die Waffenbesitzer
Lokales Eckernförde Kreis kontrolliert die Waffenbesitzer
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09:07 24.07.2018
Von Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Der Sportschütze aus dem Dänischen Wohld zeigt eine seiner beiden Waffen: Die Trommel des Revolvers ist, wie gefordert, leer. Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck
Dänischer Wohld

Ein beschauliches Wohngebiet, irgendwo im Dänischen Wohld. Um kurz vor 9 Uhr kommen die Kreis-Mitarbeiter Simon Lehnert und Andreas Gonfiantini mit dem Auto. Es ist heute bereits ihre dritte Aufbewahrungskontrolle, die Termine sind halbstündig getaktet.

Angemeldet bei einem Sportschützen

Die beiden klingeln an einer Haustür, die rasch geöffnet wird: Der 50-jährige Sportschütze hat die Besucher schon erwartet. „Wir würden gerne erst die Waffenbesitzkarte sehen und dann zum Waffenschrank gehen“, erklärt Simon Lehnert im Flur. Der Sportschütze zeigt noch, wo er seine Schlüssel für den Waffenschrank gesichert aufbewahrt – und ab geht’s in den Keller.

Kontrolle des Waffenschranks

Andreas Gonfiantini schaut sich zunächst die Art des Waffenschranks und Details wie die Sicherheitsstufe an. Dann öffnet der 50-jährige Besitzer den Tresor. Zwei Kurzwaffen bewahrt er darin auf: eine 9mm Para-Pistole der Marke Glock und einen über 30 Jahre alten Revolver von Smith & Wesson (Kaliber 357). Beide sind vorschriftsgemäß ungeladen. Die Besucher gleichen die Seriennummern ab. Die Munition bewahrt der Sportschütze in einem anderen Stahlschrank auf.

Manchmal geht es auch um hundert Waffen

Auf einem Klemmbrett hat Simon Lehnert zwischendurch Angaben vermerkt, nun liest er das Protokoll vor. Die Kreismitarbeiter haben keine Differenzen festgestellt.  „Das war es schon“, sagt Simon Lehnert – keine zehn Minuten hat die Kontrolle gedauert: „Bei hundert Waffen ist es mühseliger. Das kann Stunden dauern.“

Besitzer lobt die Besuche

„In meinem Verein werden jetzt alle kontrolliert“, erzählt der 50-Jährige danach: „Das begrüße ich auch.“ Im Verein würden die Besuche ebenfalls positiv registriert. Das bestätigt der Kreis: „Die Waffenbesitzer sind sehr verständnisvoll.“ Es habe noch keine negativen Überraschungen gegeben.

Erste Überprüfung

Für den Mann aus dem Dänischen Wohld war es die erste Überprüfung. Seit drei Jahren ist der 50-Jährige Sportschütze – ihm dient das Hobby als mentaler Ausgleich zum Beruf: „Ich kann dabei hervorragend abschalten.“ Am Schießen reize ihn die Atemtechnik, die Konzentration und die Fokussierung. Es sei aber ein weiter Weg bis man eine Waffenbesitzkarte bekomme.

Ziel: Zehn Prozent

Etwa zehn Prozent der Waffenbesitzer sollen 2018 stichprobenartig überprüft werden, nachdem es 2017 nur eine und 2016 gar keine Kontrolle gegeben hatte. Zuvor hatte der Kreis alle Waffenbesitzer bis 2014/15 aufgefordert, die sichere Aufbewahrung durch Unterlagen wie Rechnungen, Fotos und Zertifikate über die Sicherheitsstufen der Schränke nachzuweisen. Diese Angaben können seither elektronisch ausgewertet werden.

Der Kreis Rendsburg-Eckernförde kontrolliert, wie Waffen aufbewahrt werden.
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