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Eckernförde Wenn sich Engel zu Weihnachten verirren
Lokales Eckernförde Wenn sich Engel zu Weihnachten verirren
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11:06 24.12.2018
Von Cornelia Müller
Krippenspiel der evangelischen Kindertagesstätten in Gettorf: Knapp 50 Eltern haben das anrührende, selbst geschriebene Stück für die Kinder Monate lang geprobt. Die Kirche ist zum Bersten voll am vierten Advent. Quelle: Cornelia D. Mueller
Gettorf

Nein, die Kirchenbänke hätten nie ausgereicht an diesem Sonntag. Aber vom Fußboden im Mittelgang der St.-Jürgen-Kirche sieht man als Kind ohnehin viel besser. Zum Bersten voll ist das Gotteshaus, in dem die Weihnacht schon einen Tag vor Heiligabend auf der Bühne beginnt.

Wie viele wunderschöne Engel sich zwischen Tannenbaum und Kanzel zum Singen einfinden, ist kaum zu zählen. „100 müssen es sein“, behauptet ihr Chef Erzengel Gabriel. Doch einer ist dummerweise abhanden gekommen.

Plötzlich ist der Engel mit dem Geschenk für das heilige Paar weg

Ausgerechnet den Engel, der Maria das Geschenk bringen soll, wenn das Jesuskind gerade im Stall geboren ist, hat die Schar unterwegs zur Erde verloren. Natürlich wird die Geschichte gut ausgehen, das ahnen die Mädchen und Jungen aus den Kitas Regenbogen und Arche Noah. Wie, das bleibt erst einmal die Frage.

Der verlorene Gottesbote fragt sich durch, wo wohl Gottes Sohn zur Welt kommen mag, und erntet ungläubige Blicke bei Bettlern, Streithähnen, Hirten. Dass die Schäfchen schlau dem Licht des Weihnachtssterns folgen, haben ihre Hüter noch nicht kapiert.

Das Krippenspiel in Gettorf überrascht auch mit Plattdeutsch

„Mama!“, ruft ein Steppke vor der Bühne und robbt auf die Engel zu. Der größere Bruder nimmt ihn in den Arm. Die Mutter mit Sternen am Gewand – daran kann sich eigentlich keiner satt sehen. Und so leuchten bei dieser Weihnachtsgeschichte mit lustigen plattdeutschen Einsprengseln nicht nur Kinderaugen.

Auch Maria und Josef strahlen. Der kleine Engel hat nun wieder Anschluss und zieht diesen Brief aus dem Beutel. „Das Jesuskind ist Gottes Sohn“, liest Maria und kann diese Freude kaum fassen.

In der St.-Jürgen-Kirche wird auch Kita-Leiterin Ingrid Schössler verabschiedet

Schöner als dieser Morgen hätte kein Abschiedsgeschenk der Welt für die bisherige Kitaleiterin Ingrid Schössler ausfallen können. Nach 37 Jahren im Dienst für Kinder der evangelischen Kindergärten und der Krippe hat die Gemeinde sie vor der Aufführung dem Ruhestand anvertraut.

Hier sehen Sie mehr Bilder vom Krippenspiel in Gettorf am vierten Advent.
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