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Eckernförde Eckernförde inspiriert Kunststipendiaten
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15:13 22.09.2017
Von Cornelia Müller
Literatin Alina Herbing (links) und Künstlerin Jana Engel, beide aus Berlin, sind die nächsten Monate Stipendiatinnen des Schleswig-Holsteinischen Künstlerhauses in Eckernförde. Quelle: Cornelia D. Mueller

Eine Idee, was während der zwei- bis dreimonatigen Atelieraufenthalte der drei Gäste in der "Otte 1" entstehen könnte, haben die Eckernförder schon, die Idan Hayosch am 5. September am Strand beim Ostsee-Info-Center trafen. Der 38-jährige Künstler, der aus Israel stammt und in Essen lebt, hatte eine große Fläche bei Sonnenaufgang mit weißem Papierschnee überpudert und davor drei große Kühlschränke am Wassersaum aufgebaut. Mit Passanten, Schulklassen, Badegästen kam er ins Gespräch. "Dasselbe mache ich nicht noch einmal", gab er am Freitag im Künstlerhaus preis. "Wenn ich im Dezember und Januar wieder hier arbeite, passiert etwas völlig anderes. Erst einmal suche ich ein paar hundert weiße Klappstühle, die mir hoffentlich jemand leiht."

Alina Herbing liest aus "Keiner ist bei den Kälbern"

Mit Hayosh waren auch Literatin Alina Herbing und Künstlerin Jana Engel aus Berlin beim Pressetermin mit Jutta Johannsen, der Vorsitzenden des Fördervereins Künstlerhaus. Herbing hat ihren ersten Roman veröffentlicht: "Niemand ist bei den Kälbern". Ursprünglich stammt die 32-Jährige aus Lübeck, sie wuchs dann in einem mecklenburgischen Dorf auf. "Ich war schon auf Entdeckungsreise in Eckernförde. Vielleicht fließt davon einiges in neue Projekte ein, für die ich mir hier die Zeit nehmen darf", sagt sie. Aus ihrem Roman über ein Landleben wird sie am Donnerstag, 19. Oktober, um 19 Uhr lesen.

Spuren des Arbeitslebens fließen in Objekte ein

Jana Engel hat schon halb Schleswig-Holstein mit dem Zug erkundet. Hayosh hat sie und ihr sechsmonatiges Töchterchen Gala teilweise begleitet. "Ich hatte per Anzeige gebrauchte, löcherige und zerschlissene Arbeitskleidung gesucht und auch gefunden", berichtet die 35-jährige Berlinerin. Beim Abholen erzählten ihr die Spender die Geschichten dazu. Kleidung mit beredten Spuren, der Blick auf die Arbeitswelt von gestern und morgen, Fragmente persönlicher Geschichten, wird sie in ihre Installationen einfließen lassen. Man darf gespannt sein auf die Ausstellung am Ende der drei Monate.

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