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Eckernförde Pfeffermühle in geheimer Mission
Lokales Eckernförde Pfeffermühle in geheimer Mission
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17:21 12.08.2018
Die Kabarettisten Stephanie Hottinger (von links), Michael Rousavy und Matthias Avemarg von der Leipziger Pfeffermühle präsentieren ihr Programm "Agenda 007!" Quelle: Jan Torben Budde
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Gettorf/Altenholz

Im Saal erklang das James-Bond-Lied „For Your Eyes Only“, aber zum Glück waren die Spione an diesem Abend nicht in tödlicher Mission unterwegs, obwohl einige Gags so manche Besucher bis an die Schmerzgrenze des Lachens brachten. Allerdings waren sich die Pfeffermühlen-Agenten Stephanie Hottinger, Matthias Avemarg und Michael Rousavy, die von Marcus Ludwig (Klavier) und David Hobeck (Trompete) musikalisch begleitet wurden, noch nicht ganz sicher, wer momentan die größte Bedrohung darstellt: Russlands Präsident Wladimir Putin, Alice Weidel von der AfD, das Schlagerduo Die Amigos oder Ex-Radrennfahrer Jan Ullrich?

Trio ließ Überwachungsdrohne fliegen

Um dem Publikum auf den Zahn zu fühlen, hatte das Trio sogar eine Überwachungsdrohne im Einsatz. „Für manche Leute braucht man aber eine Flasche Kümmerling, um sie sich schön zu saufen“, scherzte Agentin Hottinger. Ihr Kollege Avemarg plauderte aus dem Nähkästchen, dass die Spione sämtliche Daten erfassten: Einkommen, Einkaufsverhalten und sexuelle Vorlieben.

Wie gut die Integration von Flüchtlingen hierzulande schon funktioniert, stellte Avemarg als Kleingärtner dar – das war großes Kino. In einem deutsch-englischen Kauderwelsch verklickerte der Laubenpieper dem neuen Nachbarn aus Syrien (gespielt von David Hobeck) die Vereinsregeln. Muezzin-Gebete oder Steinigungen der Ehefrau seien in der Parzelle tabu – besonders während der Ruhezeiten. Trotz Schnitzel, Bier und dem Angebot, im Geheimdienst-Orchester mitspielen zu dürfen, verzichtete der Flüchtling angesichts dieser Informationen lieber auf die Vereinsidylle.

Kein Ort ist vor den Satirikern sicher

Ob Garten, privater PC, öffentliches WC oder Park – kein Ort war vor den Pfeffermühlen-Spionen sicher, nicht einmal der Kinderspielplatz. Jeder Schritt der Lütten werde genau überwacht, so die Kabarettisten. Allerdings entpuppten sich heutzutage manche Spitzel letztlich als übervorsichtige Helikopter-Eltern, die ihrem Nachwuchs mit Hilfe von technischem Schnickschnack nachspürten. Auch spät gebärende Mütter nahmen die Kabarettisten aufs Korn – beim Kaiserschnitt werde gleich die verschlissene Hüfte mit operiert.

Von Jan Torben Budde

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