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Eckernförde Blick auf den Klimawandel vor Ort
Lokales Eckernförde Blick auf den Klimawandel vor Ort
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13:31 29.04.2018
Von Rainer Krüger
Meteorologe Meeno Schrader (links) und Bürgermeister Jens Krabbenhöft gingen auf den Klimawandel im Allgemeinen und seine Folgen für Lindau ein. Quelle: Rainer Krüger
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Lindau

Die CDU-Ortsverband hatte zum Vortrag ins Restaurant Santorini eingeladen. Schrader machte deutlich das Klimawandel – also die Erwärmung der Atmosphäre und der Ozeane – auch in Schleswig-Holstein wirke. Er belegte dies, mit einer Untersuchung seiner Firma für Kiel. Von Januar 2005 bis März 2018 waren die Temperaturabweichungen vom monatlichen Klimamittelwert gemessen worden und im Schnitt 1,1 Grad höher. „Das passt ins Gesamtbild“, sagte Schrader. Als Folgen des Klimawandels sah Schrader zunehmende Starkregen und mildere Winter.

Veränderungen in Lindau

Krabbenhöft hatte vorher schon auf in den letzten Jahren eingetretene Veränderungen in Lindau hingewiesen. „In der Mühlenau hatten wir so hohe Pegel wie nie. Die Königsförder Straße war im vergangenen Jahr überflutet. Wir werden uns überlegen müssen, ob die Durchmesser von Leitungen noch ausreichen, um das Wasser abzuführen“, sagte er.

„Atmosphäre und Ozeane haben Fieber“, lautet Schraders Diagnose. Daher kam er auch auf den Meeresspiegelanstieg zu sprechen. „In den vergangenen 100 Jahren stieg er um 20 Zentimeter, in den nächsten 100 Jahren könnten es 50 bis 150 Zentimeter sein“, sagte Schrader. Wenn das Wasser einen Meter steige, wäre in Schleswig-Holstein nicht nur die Westküste , sondern auch an der Eckernförder Bucht und an Schlei betroffen. Allerdings sei in Schleswig-Holstein die Möglichkeit gegeben, sich durch den Bau von Klimaschutzdeichen den Folgen des Klimawandels anzupassen.

Schrader forderte auch dazu auf, den Klimawandel entgegenzuwirken. Damit meinte er weniger Treibhausgas Kohlendioxid freizusetzen. Ansätze dazu konnte er den Zuhören nennen: Energie sparen und ausstoßarme Verkehrsmittel nutzen – also insbesondere Flugreisen vermeiden.

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