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Eckernförde Medaillenkampf in Sand und Wasser
Lokales Eckernförde Medaillenkampf in Sand und Wasser
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20:16 10.06.2018
Von Rainer Krüger
Spektakel am Eckernförder Strand. 341 DLRG-Sportler zeigten dort unter anderem mit Rettungsbrettern Leistung. Quelle: Rainer Krüger rik
Eckernförde

Der Vorteil für alle Strandbesucher: Bei der Veranstaltung konnten sie zwanglos in Erfahrung bringen, welche Spezialsportarten die DLRG zu bieten hat. Das ging teilweise von einer klar nachvollziehbaren Rettungsübung bis hin zu eher seltsam wirkenden Wettbewerben. Selbsterklärend war das Rescue-Tube-Race – ein Teamwettbewerb. „Ich muss gut 200 Meter raus an eine Boje schwimmen. Dort bin ich ein Opfer, das gerettet werden muss“, erklärte Jannik Fischer (17) von den Eckernförder Gastgebern seine Rolle in dieser Übung. Teil seiner Mannschaft waren auch seine drei Retter. Jan Handelmann musste dabei am meisten leisten: Als Jannik Fischer die Boje erreichte, stürzte er sich mit Flossen und einem Rettungsgurt im Schlepptau ins Wasser. Er schwamm zur Boje, legte Fischer den signalgelben Gurt an und zog ihn ins Flachwasser. Dort nahmen ihm Kevin Bölscher (26) und Tim Umlauft (20) das „Opfer“ ab. „Wir sind beide neu ins Team gekommen. Deswegen haben wir zunächst den anstrengenden Schlusspart übernommen“, sagten Bölscher und Umlauft. „Das Ganze ist nah an der Realität. Solche Rettungsgurte haben wir auch am Eckernförder Strand“, erklärte Fischer.

Mehr Erläuterungen erforderte der Beach-Flags-Wettbewerb. „Es geht darum, möglichst schnell im Sand steckende Stäbe zu erreichen“, brachte es Bo Jesper Gerth von der DLRG Rendsburg auf eine kurze Formel. 20 Meter beträgt die Entfernung von den 14 Stäben bis zum Start. Dort liegen bis zu 15 Sportler mit dem Blick in die andere Richtung des Strandes. Wer beim Sprint zu den Stäben keinen davon ergattern kann, scheidet aus. „So geht es Runde für Runde“, sagte Gerth. „Das Ganze ist gut für die Kondition. Aber natürlich wird jede Menge Sand geschluckt“, so der 20-Jährige.

Für Bo Jesper Gerth selbst lief es bei den den Beach-Flags sehr gut. Erst in einem Zweikampf gegen den späteren Sieger Lucas Vogler aus Lüneburg um den Finaleinzug musste er sich geschlagen geben. Zum Schluss sprang so für ihn die Bronzemedaille heraus. Teamkollegin Olivia Binde hatte noch mehr Erfolg: Die 20-Jährige siegte in der Beach-Flags-Frauenwertung. Auch bei der Königsdisziplin der Rettungsschwimmerinnen – dem Oceanwoman-Wettbewerb – schaffte sie es ins Finale. 300 Meter Schwimmen, ein 500 Meter langer Kurs mit dem Rettungsbrett und dann noch 700 Meter im Rettungskajak musste sie bewältigen. Als Oceanwoman schaffte es Binde aber nicht aufs Treppchen. „Das macht nichts. Es war erst mein zweiter Wettbewerb überhaupt“, sagte sie über ihr gutes Ergebnis.

Auch durch das gute Abschneiden von Olivia Binde wurden die Rendsburger im Vergleich von 23 DLRG-Gruppen bester Ortsverband der Region. Von insgesamt 124 Medaillen in den beiden Cups nahmen die Rendsburger elf mit nach Hause, darunter drei goldene. Mit Tom Kirsche als dem Beach-Flags-Bronzemedaillengewinner der Altersklasse 13/14 gab es eine Auszeichnung für die Eckernförder. Die Kieler gingen leer aus.

Wer jetzt noch mehr Lust auf Rettungssport bekommen hat, kann ihn nach diesem norddeutschen Saisonhöhepunkt in diesem Jahr ausnahmsweise noch einmal in Eckernförde sehen. „Der Bundesverband richtet am 25. August einen Wettbewerb seiner Trophy-Serie in Eckernförde aus“, kündigte Cheforganisatorin Birgit von Essen eine weitere DLRG-Veranstaltung an.

Hier sehen Sie weitere Bilder vom Life-Saving-Cup.
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