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Eckernförde Mit Ska abtanzen oder Chansons genießen
Lokales Eckernförde Mit Ska abtanzen oder Chansons genießen
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17:57 04.11.2018
Von Manuela Schütze
Sie rockten die Stadthalle. Die Sheep's E-Band brachte mit schnellen Rhythmen von Ska-, Rock und Folkpunk und jeder Menge Unsinn auf der Bühne die Stadthalle in Bewegung. Quelle: Manuela Schütze
Eckernförde

Die 120 Plätze der Galerie 66 waren zum Konzert von Folksängerin Hanne Kah und Band schnell gefüllt. Wer zu spät kam, musste draußen bleiben. Die Wartenden machten aus der Not eine Tugend und lauschten den intensiven Klängen der Mainzer Band vom Flur aus. Hanne Kah singt auf Englisch, spielt handgemachten Folk. Kurzerhand stöpselte sie mitten im Konzert die Gitarre ab und spielte zusammen mit Bandkollege Patrick einen Song ganz ohne Verstärkung. Als wäre das nicht genug, wanderte sie durch das Publikum, schaute auch auf dem Flur vorbei. Es war einer dieser Gänsehaut-Momente, die nur ein Live-Konzert bieten kann. Das Publikum honoriert ihn mit  donnerndem Applaus.

Der Rockabend war neu im Programm

In der Stadthalle startete der Rockabend mit  Noor Rock. Die Eckernförder Band hatte es nicht leicht. Zur frühen Stunde, um 19.30 Uhr, hatten sich zwar die Tische in der Stadthalle gefüllt, die Tanzfläche vor der Bühne blieb aber noch weitestgehend leer. Es wurde geklatscht, Füße wippten, zum Mitrocken und Tanzen war es den Anwesenden aber offensichtlich noch zu früh. Ausgenommen der Noor Rock-Fanclub.

Im Künstlerhaus gastierte Nora Blumenau

Während die einen mit dem deutschen Rock der Eckernförder Band langsam auf Betriebstemperatur kamen, erklangen in der Ottestraße im Künstlerhaus die intensiven Lieder von Nora Blumenau. Jazzy Chansons hat sie ihr Programm überschrieben. Begleitet von Gerhard Breier (Kontrabass) und Werner Loll (E-Piano) interpretiert sie mit Vorliebe deutsche Chansons aus der Zeit vor und nach dem zweiten Weltkrieg. Die Texte stammen von bekannten Künstlern wie Georg Kreisler, Erich Kästner, Kurt Tucholsky oder Mascha Kaleko. „Wir haben sogar einige Uraufführungen gehabt, wie das kongenial vertonte Stück „Weil du nicht da bist“ von Mascha Kaleko“, so Blumenau.

Während die Gäste in Texten schwelgen oder sich in anderen Locations von Jazz oder Klezmer begeistern ließen, wurde es in der Stadthalle voll. Bei der Sheep’s E-Band zappelten die Ersten zu Ska-, Rock und Folkpunk vor der Bühne. Nur noch wenige Besucher saßen an den Tischen. Ihre Kiste Carlsberg im Einkaufswagen hatten die neun Musiker der Sheep’s E-Band mitten auf der Bühne platziert. Es war eine lange Nacht mit viel Musik.

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