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Eckernförde Explosives Weltkriegserbe in der Bucht
Lokales Eckernförde Explosives Weltkriegserbe in der Bucht
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17:43 02.03.2018
Von Tilmann Post
Munitionsaltlasten aus den Weltkriegen werden im Sperrgebiet Schönhagen gesprengt. Quelle: FB
Eckernförde

Der ehemalige Marineoffizier und seine Mitstreiter haben herausgefunden, dass die zehn Flugabwehr-Batterien um die Eckernförder Bucht herum am Ende des Zweiten Weltkriegs rund 60.000 Schuss Munition übrig hatten. Dabei handelt es sich um Patronen mit Kalibern zwischen zwei und 10,5 Zentimetern. Damit ist der Durchmesser gemeint. Ein großer Teil davon geriet ins Meer. Treibladung aus diesen Granaten werde noch heute immer wieder vor allem an der Nordseite der Bucht gefunden. Meistens handele es sich um Nitrocellulose in Stäbchenform.

Treibladung, Schießwolle und Phosphor befinden sich im Meer

Zudem gehe er davon aus, dass sich Schießwolle in der Bucht befindet. Was harmlos klingt, ist jedoch ein in der Grundform faserartiger Sprengstoff aus Torpedos. Dieser sei von der britischen Besatzungsmacht nach dem Krieg verwendet worden, um Gebäude und Anlagen zu vernichten. „Was die Engländer nicht brauchten, warfen sie ins Meer.“ Das Material ähnele heute braun-grauen Steinen am Strand. Seltener sei mit Phosphor an der Küste zu rechnen. Der Stoff sieht aus wie Bernstein, gerät aber sofort in Brand, wenn er trocken wird und mit Sauerstoff in Kontakt kommt.

Wer Treibladung, Schießwolle, Phosphor oder andere Munitionsteile an der Küste findet, sollte die Stelle markieren und die Polizei rufen, sagte der Experte jetzt bei einem Vortrag vor den Stadtführern Eckernfördes.

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