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Eckernförde Faszinierende Abbrüche an der Steilküste
Lokales Eckernförde Faszinierende Abbrüche an der Steilküste
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16:09 10.01.2019
Von Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Am Tag nach dem zweiten Wintersturm des Jahres: Die steile Treppe zum Stohler Strand kann weiter benutzt werden. Am Steilufer gibt es beeindruckende Abbrüche - typisch für die lebendige Küste. Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck
Schwedeneck

Im unteren Abschnitt der Treppe sind zwar schon Fundamente freigelegt. Das war allerdings auch schon vor Sturmtief "Benjamin" so, erklärt Touristik-Chef Manfred Mallon. Doch Reparaturen wie diese machen erst nach dem Ende der Sturmsaison Sinn. Drumherum ähnelt die Steilküste mit ihren frischen Abbrüchen einer faszinierenden Ödnis.

Angeschwemmte Wurzeln

Teils fehlt der Sand am Fuß der Klippe auch ganz, kleine und große Steine bedecken den Boden. An mehreren Stellen liegen angeschwemmte Wurzeln und Stämme herum, von längst abgestürzten Bäumen. Die Veränderung gehört zum Wesen dieser urtümlichen, sich ständig verändernden Naturlandschaft. Das lebende Kliff in Schwedeneck unterliegt einer ständigen Erosion - mal mehr, mal weniger sichtbar.

Suche nach Versteinerungen

Am Donnerstag sind unten am Strand in Stohl immer wieder auch die Schläge eines Hämmerchens zu hören: Nachdem der Hang lange geschützte Steine freigegeben hat, suchen Sammler nach Versteinerungen. Das Kliff der Steilküste besteht aus Material der letzten Eiszeit: Grauer, zäher Geschiebemergel mit Steinen, der auch mal Risse bildet, prägt die Hänge. In Schwedeneck gibt es zudem viele hellere Sandschichten: Diese sogenannten Schmelzwassersande sind Spuren von längeren Tauperioden in der Eiszeit und an ihrer gleichmäßigen Schichtung zu erkennen. Weil sie leichter erodieren als der Geschiebemergel, machen diese Sande die Küste so lebendig. Hinzu kommt die exponierte Lage des Küstenabschnitts.

Hang rutscht eher als dass er abbricht

Dennoch ist die Küste hier stabiler als zum Beispiel die Kreidefelsen in Rügen, wo es immer mal sehr große Abbrüche gibt. In Stohl hat sich zwar gerade in den vergangenen Tagen viel verändert. Dennoch rutscht der Hang hier eher, als dass große Stücke plötzlich abbrechen. Dennoch: Vor allem oben auf der Steilküste sollten Spaziergänger achtsam sein: Dort ist nicht immer zu erkennen, wie unterhöhlt der Boden bereits ist. 

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Die beiden Sturmtiefs zum Jahresbeginn haben Spuren hinterlassen.
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