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Eckernförde Warten auf die letzten Häuser
Lokales Eckernförde Warten auf die letzten Häuser
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06:12 18.01.2019
Von Christoph Rohde
Bis zum Bauzaun und nicht weiter: Das letzte Stück der Bebauung Hafenspitze steht noch aus. Rund zehn Wohneinheiten sind am Jungfernstieg geplant. Quelle: Christoph Rohde
Eckernförde

Seit fünf Jahren wird an der Hafenspitze gebaut. Ein neues Viertel mit Ostseeblick ist hier entstanden. Doch noch steht in einem Bereich am Jungfernstieg ein Bauzaun. Hieß es im vergangenen Jahr, dass das Projekt im Spätsommer 2018 fertiggestellt sein sollte, so hat sich dieser Zeitplan überholt. Sieben Stadthäuser in Reihe waren ursprünglich auf dem Rest-Baugelände geplant. Doch während die Eigentumswohnungen der Hafenspitze stark nachgefragt waren und inzwischen alle verkauft sind, stießen die Stadthäuser nach Angaben des Investors auf wenig Kaufinteresse. „Wir haben zahlreiche Leute hier durchgeführt“, sagt Kai Schurkemeyer von der Penta Nord Immobilien GmbH. Doch offensichtlich werde unter „Haus“ etwas verstanden, um das man herumgehen könne.

Stadt hat eine Veränderungssperre erlassen

Unterdessen erließ die Ratsversammlung im Juni eine Veränderungssperre, um weiteren Ferienwohnungen an der Hafenspitze einen Riegel vorzuschieben. Der Stadtverwaltung lagen Anträge von Wohnungseignern vor, dass 39 der fertigen 103 Wohnungen in Urlaubsdomizile umgewidmet werden sollten – das Apartmenthaus mit 42 Ferienapartments nicht mitgerechnet. Die Sorge der Kommunalpolitiker: Die Hafenspitze könnte sich vom ganzjährig bewohnten Stadt- zum saisonalen Urlauberquartier wandeln. So war im städtebaulichen Vertrag festgelegt worden, dass nur etwa zehn Prozent der Bebauung (ohne Apartmenthaus) für Ferienwohnungen nutzbar sein sollen.

Investor hofft auf Ausnahmegenehmigung

Die Penta Nord will dem Bauamt jetzt eine neue Planung für die Restbebauung der Hafenspitze vorlegen. Sie umfasst laut Schurkemeyer rund zehn Wohneinheiten, aufgeteilt überwiegend in Eigentumswohnungen sowie ein bis zwei Stadthäuser an den Ecken. Insgesamt soll die Haus-Charakteristik auch an den Wohnungsfassaden ablesbar bleiben. „Darüber hinaus wollen wir das Planungsziel der Stadt, keine Ferienwohnungen, sicherstellen, so der Penta-Nord-Geschäftsführer. Auf dieser Basis hofft der Investor, eine Ausnahmegenehmigung von der Veränderungssperre zu erwirken.

Fahrbahn Jungfernstieg soll erneuert werden

Für die restlichen zehn Wohneinheiten rechnet Schurkemeyer mit einem Jahr Bauzeit – ab einer Genehmigung. Ansonsten sei die Hafenspitze mit einem Investitionsvolumen von 45 Millionen Euro soweit fertiggestellt. Es fehlen unter anderem noch ein Stückchen Pflasterung am Jungfernstieg sowie eine Erneuerung der Fahrbahn im nördlichen Jungfernstieg, die seitens der Stadt für die Jahre 2019/20 vorgesehen ist.

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