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Eckernförde Abgehängt vom Nahverkehr nach Kiel
Lokales Eckernförde Abgehängt vom Nahverkehr nach Kiel
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07:00 11.10.2018
Von Cornelia Müller
Neuwittenbek, Schinkel, Großkönigsförde: Ohne Auto geht zwischen den Orten außerhalb der Schulzeit so gut wie nichts. Auch nach Kiel und Kronshagen kommt man aus den Gemeinden nur sehr umständlich ohne Auto. Quelle: Cornelia D. Mueller
Neuwittenbek

Man kann hinübersehen von Neuwittenbek nach Kiel. Aber wer kein Auto hat und nicht Fahrrad fährt, kommt nicht hin. Die Umlandgemeinde ist fast vollständig abgehängt vom öffentlichen Nahverkehr über den Nord-Ostsee-Kanal.

Nicht einmal die zehn Kilometer zum Bahnhof Gettorf können Neuwittenbeker ohne Weiteres mit dem Bus zurücklegen. Dort könnten sie immerhin alle 30 Minuten den Zug nach Kiel nehmen. Außerhalb der Schulbusfahrten geht fast nichts.

Über den Kanal kommt man außerhalb der Schulzeit nur zweimal am Tag

Nur Linie 830 hält gegen 6 Uhr und gegen 18 Uhr in Neuwittenbek, um Fahrgäste über die Levensauer Hochbrücke nach Kiel-Suchsdorf oder Kronshagen zu bringen. Dabei sind es, je nach Haltestelle,  nur drei bis fünf Kilometer von Neuwittenbek bis Suchsdorf.

„Ganz zu schweigen von der Verbindung zwischen Neuwittenbek, Schinkel und dem Lindauer Ortsteil Großkönigsförde“, moniert Georg Cassel vom Arbeitskreis Nahverkehr in Neuwittenbek. Die weiteste Entfernung zwischen den Orten beträgt zehn Kilometer. Der Bus bräuchte jeweils nur wenige Minuten zwischen den Haltestellen.

Der stillgelegte Bahnhof bleibt Ärgernis für mehrere Umlandgemeinden

Die drei Kanalgemeinden haben sich daher zusammengetan. „Ging es zuerst um die Wiederöffnung des Bahnhofs Neuwittenbek, sind wir jetzt offen für alle Lösungen und Verkehrsmittel“, betont Cassel.

Seit Jahrzehnten stoppen Regionalzüge nur auf den Gleisen am alten Bahnhof, um den Gegenzug abzuwarten. Einsteigen darf keiner. „Zumindest für die nächsten fünf Jahre“, urteilt Matthias Meins, Direktor des Amtes Dänischer Wohld in Gettorf.

„Wenn es danach schnellere Triebwagen geben sollte und Neuwittenbek doch eingetaktet werden könnte, scheint mir der Zug noch nicht abgefahren. Abgesehen davon ist auch der Busverkehr absolut mangelhaft.“

Neuwittenbek, Schinkel und Lindau legen Konzept für den Busverkehr vor

Neuwittenbek, Schinkel und Lindau haben jetzt eine Eingabe an den Kreistag vorbereitet. Sie drängt parallel zur kreisweiten Neukonzeptionierung auf schnelle Verbesserungen im Busverkehr zwischen den Gemeinden sowie nach Kiel.

„Mit wenigen Veränderungen könnte man viel erreichen“, sagt Cassel. Davon sind auch die Bürgermeisterinnen Waltraud Meier (SPD) in Neuwittenbek, Sabine Axmann-Bruckmüller (CDU) in Schinkel und ihr Amtskollege Jens Krabbenhöft (CDU) in Lindau überzeugt.

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