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Eckernförde Wenn kirchliche Jugendarbeit ansteckt
Lokales Eckernförde Wenn kirchliche Jugendarbeit ansteckt
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06:30 19.11.2018
Von Cornelia Müller
Jugendarbeit auf Augenhöhe: Sandra Daßler (Mitte) vermittelt Selbstbewusstsein und Toleranz. Quelle: Cornelia D. Mueller
Osdorf

Von Angesicht zu Angesicht heißt das Motto der kirchlichen Jugendarbeit übersetzt. „Dafür braucht es Augenhöhe“, weiß Sandra Daßler. Die 27-Jährige studierte Pädagogin hat sie. Und dass sie in ihrer Aufgabe aufgeht, die sie vor einem guten halben Jahr übernommen hat, ist in der Osdorfer Kirche nicht zu übersehen. 

Gleich gibt es für 25 Mädchen und Jungen, die in diesem Jahr konfirmiert wurden, ihre Teamercards. Ein Rahmen, mit dem Sandra Daßler locker und ohne jede Scheu vor Publikum umzugehen weiß. Immerhin füllen heute Eltern, Geschwister, Freunde, Pastoren alle Reihen der Vater-Unser-Kirche.

Die Jugendlichen haben den Gottesdienst selbst vorbereitet

Sandra Daßler organisiert und delegiert mit Freude. Klaus Kaiser, Jugendmitarbeiter des Kirchenkreises und Leiter des Grünen Hauses der St.-Nicolai-Gemeinde Eckernförde, unterstützt und spielt das Piano. Jugendpastor Stefan Link hält die Ansprache.

Dass es sich um einen Gottesdienst für die Jugendlichen handelt, bemerkt mancher erst gegen Ende. Kurze eindrucksvollen Spielszenen zum Thema Toleranz untereinander und engagierte Lieder mit handgemachter Musik haben die Jugendlichen mit Sandra ausgesucht und vorbereitet.

Teamer übernehmen schon vor dem 16. Geburtstag Verantwortung für andere

Jetzt gestalten sie den Ablauf mit Begeisterung bis zum kleinen Festakt. Der gilt nun ihnen. Klar, dass an der Stelle die Jugendmitarbeiter übernehmen: Verleihung der Teamer-Ausweise, Urkunden und kleine Überraschung.

Warum haben sich so viele Konfirmierte für die Ausbildung in sieben Modulen entschieden? Sie entspricht der Vorstufe zur Jugendleiter-Card und überträgt schon vor dem 16. Geburtstag Verantwortung: Ideen entwickeln, Aktionen für Konfirmanden und in Jugendgruppen gestalten, Freude in der Gruppe und Selbstbewusstsein für den Alltag vermitteln.

Jeder soll lernen, mutig den eigenen Weg zu gehen

Die Antwort geben sie selbst: Die Motivation und Selbstständigkeit, die sie in Sandras Gruppe begeistert hat, wollen sie weitergeben. „Vor allem, dass jeder seine eigenen Weg finden darf, ihn mutig geht und dabei nie Mitgefühl und Toleranz vergisst.“

Ihre Ansprechpartnerin strahlt. „Darum geht es mir“, bestätigt Daßler. „Ich habe mir zum Ziel gesetzt, den Wert von ehrlicher Gemeinschaft zu vermitteln.“

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