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Tödliches Beziehungsdrama aufgeklärt

Dörphof Tödliches Beziehungsdrama aufgeklärt

Im Mai dieses Jahres ereignete sich in Dörphof ein tödliches Beziehungsdrama. Ein 51-jähriger Mann erschoss seine 47-jährige Freundin und dann sich selbst. Die Mordkommission Kiel hat ihre Ermittlungen in dem Fall weitgehend abgeschlossen und dabei Hintergründe zum Motiv der Tat aufgedeckt.

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Um die Tat aufzuklären, recherchierte die Polizei intensiv im Umfeld des Paares.

Dörphof. Gingen die Beamten seinerzeit davon aus, dass der Mann vor seinem Suizid die Frau getötet hatte, so hat sich diese Einschätzung erhärtet. „Es gibt keine berechtigten Zweifel daran, dass der 51-Jährige der Täter war“, sagt Oliver Pohl, Sprecher der Polizeidirektion Kiel. Motiv- und Spurenlage sowie die Ermittlungsergebnisse seien dafür plausibel. Um die Tat aufzuklären, recherchierte die Polizei intensiv im Umfeld des Paares.

Nach den Erkenntnissen war die ursprünglich im Ruhrgebiet wohnende Frau nach Schleswig-Holstein gezogen, um in Dörphof ein neues Leben anzufangen. Ihr damaliger Lebensgefährte begleitete sie. Die Situation spitzte sich offenbar zu, als die 47-jährige eine neue Beziehung anbahnte. Angekündigt hatte sich die anschließende Tragödie hingegen nicht. Dennoch kam es in den frühen Morgenstunden des 21. Mai zu einem folgenschweren Streit.

Die Polizei rekonstruierte den Tathergang so: Die Frau lag bereits im Bett, als ihr Freund einen Revolver aus dem Schlafzimmerschrank nahm. Offensichtlich flüchtete die 47-Jährige daraufhin aus dem Schlafzimmer über den Flur aus der Wohnung. Direkt vor einer benachbarten Wohnungstür soll sie dann ein tödlicher Schuss in die Brust getroffen haben. Anschließend erschoss der Mann sich selbst.

Zum Revolver, der als Tatwaffe gilt, sind noch nicht alle Untersuchungen abgeschlossen. Laut Landeskriminalamt war er zwischen 2006 und 2007 in Witten (Nordrhein-Westfalen) als gestohlen gemeldet worden.

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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