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Eckernförde Sparkasse bleibt geschlossen
Lokales Eckernförde Sparkasse bleibt geschlossen
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19:23 03.02.2017
Von Burkhard Kitzelmann
Ein trostloses Bild: Seit dem 18. November ist die Osdorfer Sparkassenfiliale geschlossen. Quelle: Burkhard Kitzelmann
Osdorf

Bürgermeister Joachim Iwers (WgO), sein Stellvertreter Jens Hansen (CDU) und Amtsdirektor Matthias Meins machten am Freitag in einem Pressegespräch aus ihrer Enttäuschung keinen Hehl. Auch SPD-Fraktionssprecher Andreas Maurer, der an dem Gespräch nicht teilnehmen konnte, erinnerte in einer Stellungnahme daran, dass die Förde-Sparkasse 2015 zum 50-jährigen Bestehen der Filiale noch ein klares Bekenntnis für den Standort Osdorf abgegeben habe. Jetzt – „schwuppdiwupp“ – folge innerhalb von zwei Monaten die komplette Schließung, und es bleibe noch nicht einmal ein Serviceterminal oder Geldautomat erhalten. Maurer: „Ist das der Dank für 50-jährige Verbundenheit und aufrichtige Zusammenarbeit?“

 Wie Joachim Iwers aus der zwölfseitigen Stellungnahme der Sparkassenaufsicht zitierte, sei die Entscheidung für die Schließung der Filiale „ermessensfehlerfrei und rechtmäßig“ getroffen worden. Sparkassen müssten insbesondere vor dem Hintergrund der problematischen Kosten- und Erlössituation betriebswirtschaftlich nachhaltig arbeiten. Auch wird mit dem veränderten Kundenverhalten – angeblich nutzt jeder zweite Kunde mittlerweile Online-Banking – argumentiert. Nach Meinung von Jens Hansen dürften dies im ländlichen Raum jedoch deutlich weniger sein. „Alles mit der Digitalisierung der Welt zu begründen, ist ein bisschen dünn“, ergänzte Matthias Meins.

 Joachim Iwers schob den schwarzen Peter dem Verwaltungsrat der Sparkasse zu. Der ländliche Raum sei in diesem Gremium „deutlich unterrepräsentiert“. „Es ist traurig, dass die Vertreter der Stadt Kiel und auch Oberbürgermeister Ulf Kämpfer die Interessen der Fläche überhaupt nicht berücksichtigen“, sagte der Osdorfer Bürgermeister. Die geschlossene Filiale am Vinetaplatz in Kiel bleibe zumindest als SB-Standort erhalten, in Osdorf dagegen werde „brutal alles eliminiert“ – und dies, obwohl die Förde-Sparkasse immer noch positive Jahresergebnisse vorweisen könne.

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