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Eckernförde Potenzialfläche schrumpft um ein Viertel
Lokales Eckernförde Potenzialfläche schrumpft um ein Viertel
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20:26 28.08.2018
Von Tilmann Post
Solche Landschaften sind zumindest zwischen Altenholz und Eckernförde unwahrscheinlicher geworden, denn der jüngste Regionalplanentwurf sieht weniger Potenzialflächen für Windräder vor. Quelle: Uwe Paesler
Schwedeneck

„Bei einigen Einwohnern knallen sicher die Sektkorken, bei anderen nicht. In Schwedeneck gibt es unterschiedliche Auffassungen zur Windkraft“, sagt Bürgermeister Sönke-Peter Paulsen. In seiner Gemeinde waren große Flächen links und rechts der Bäderstraße ausgewiesen, die jetzt komplett aus der Planung gefallen sind. Ursprünglich waren sechs Windräder mit einer Gesamthöhe von jeweils 175 Metern geplant.

Auch in Neudorf-Bornstein atmen nun viele Einwohner auf. Der vorherige Plan sah große Windkraftgebiete im Westen, Osten und Süden der Gemeinde vor. Alle drei sind herausgefallen. „Damit ist unsere Stellungnahme von Erfolg gekrönt“, sagt Bürgermeister Claus Biehl. Die Gemeinde hatte sich gegen den Bau von Windrädern ausgesprochen. Besonders die Bürgerinitiative „Gegenwind Bornstein“ machte sich dafür stark. Es gebe aber auch Einwohner, die dafür gewesen seien.

3500 Hektar stehen für Windräder zur Verfügung

Kreisweit ist im jüngsten Regionalplanentwurf der Landesregierung knapp ein Viertel der Potenzialflächen weggefallen. „Im Kreis Rendsburg-Eckernförde insgesamt ist die Fläche der Vorranggebiete von etwa 4673 Hektar im ersten Planentwurf vom Dezember 2016 im Zuge der Erarbeitung des zweiten Planentwurfs auf etwa 3563 Hektar zurückgegangen“, teilt Dirk Hundertmark mit, Sprecher des Innenministeriums. Das liege vor allem daran, dass die neue Landesregierung den Mindestabstand zu Siedlungen von 800 auf 1000 Meter erhöht hat.

Im Amt Hüttener Berge kommen einige Gemeinden gar nicht mehr für den Bau von Windparks in Betracht, etwa Brekendorf, Groß Wittensee, Haby und Klein Wittensee. Hingegen sind neue Vorrangflächen in Holtsee, Owschlag und Sehestedt vorgesehen. Nach Angaben von Amtsdirektor Andreas Betz sind im Vergleich zum Bestand insgesamt rund 300 Hektar neue Vorrangflächen dazugekommen.

Alle Potenzialflächen in einer interaktiven Karte

Im Schwansener Bereich des Amtes Schlei-Ostsee sind die Gebiete im Norden weggefallen. In Dörphof und Thumby ist Windparkbau nun kein Thema mehr. Neu hinzu kam nach Angaben von Amtsdirektor Gunnar Bock eine „31 Hektar große Fläche in Gammelby“. Im Vergleich zum vorherigen Entwurf verringere sich die Gesamtfläche in Schwansen von 390 auf 322 Hektar.

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