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Ohne Böller wär's echt affenstark

Silvester im Tierpark Ohne Böller wär's echt affenstark

Neuer Besucherrekord und 2018 der 50. Geburtstag – der Tierpark Gettorf hätte allen Grund, es in der Silvesternacht richtig krachen zu lassen. Doch das gilt nur im übertragenen Sinne. Denn weder heimische noch exotische Tiere mögen Silvesterböller und Raketen.

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Tierpark-Biologin Gabriele Ismer besucht die Zebras und Zwergzebus. Besonders für Fluchttiere sind Böller und Raketen ein Graus.

Quelle: Burkhard Kitzelmann

Gettorf. Vor allem Chico findet es alles andere als affenstark, wenn es zum Jahreswechsel blitzt und kracht. „Unser Schimpansenmännchen ist ein richtiger Silvesterhasser“, verrät Gabriele Ismer. Nach Auskunft der Tierpark-Biologin verweigert Chico alljährlich am 31. Dezember jedwedes Futter und legt sich auch nicht zum Schlafen hin. Die Folgen dieser Verweigerungshaltung bekommen die Tierpfleger dann am Neujahrsmorgen zu spüren: Der 38 Jahre alte Menschenaffe begrüßt sie mit einer extrem schlechten Laune.

Regelrecht in Panik geraten können Fluchttiere wie Zebras und Antilopen, wenn sie von einem explodierenden Knaller oder einer zischenden Rakete erschreckt werden. Diese Tiere und auch die Kängurus werden am 31. Dezember rechtzeitig in ihren Ställen eingesperrt. „Sie würden sonst einfach drauflos rennen, wenn sie sich erschrecken“, sagt Gabriele Ismer.

Ernsthafte Zwischenfälle in Silvesternächten habe es bisher noch nicht gegeben, berichtet die Biologin. Das mag auch daran liegen, dass Tierpark-Geschäftsführer Jörg Bumann, der mit seiner Familie im Tierpark lebt, regelmäßig nach dem Rechten sieht, während die Gettorfer ins neuen Jahr hinein feiern.

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Burkhard Kitzelmann
Eckernförder Nachrichten

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