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Eckernförde Per Fahrrad bis nach Peking
Lokales Eckernförde Per Fahrrad bis nach Peking
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15:41 26.07.2018
Von Christoph Rohde
Gut 15 000 Kilometer und 20 Länder liegen vor Nono Konopka (rechts) und Maximilian Jabs mit ihrem Radprojekt Biking Borders. Quelle: Privat
Eckernförde

Nach dem Abitur studierte der heute 24-jährige zunächst vier Jahre in den Niederlanden. Im Rahmen des Studiengangs für internationales Marketing lernte er auch Mittelamerika kennen. Nach dem Bachelor-Abschluss Ende August soll die zehnmonatige Marathon-Radtour durch 20 Länder beginnen. Dabei hätte Konopka auch einen gut dotierten Job annehmen können. Doch er weiß: „Arbeiten werde ich lange genug, wenn ich das jetzt nicht mache, wann dann?“

Nono Konopka weiß: "Die Dimensionen sind riesig!"

Die Tour, die er gemeinsam mit seinem Studienfreund Maximilian Jabs (24) bestreiten will, soll die beiden über geografische und mentale Grenzen führen. Entsprechend heißt ihr Projekt: Biking Borders. „Die Dimensionen sind riesig“, ist sich Konopka bewusst. Und aus dem Umfeld kamen auch skeptische Bemerkung wie: „Seid ihr lebensmüde?“ Doch die Studenten bereiten sich akribisch vor. Neben Trekkingrädern, Zelt, Verpflegung, Werkzeug und Kleidung für verschiedene Klimazonen sind auch Wasserfilter und Solarpaneele mit dabei.

Die Reise soll medial dokumentiert werden

Hinzu kommen mehrere Kameras, denn die große Tour Berlin-Peking möchten Konopka und Jabs medial dokumentieren. Eine Webseite ist bereits geschaltet. Von unterwegs wollen sie – wo es das Internet ihnen erlaubt – Berichte, Fotos und Videos schicken für einen Blog und die sozialen Medien. „Wir haben schon 5000 Follower“, zeigt sich der 24-Jährige optimistisch. Die Aufmerksamkeit, die das Projekt erregt, soll einem guten Zweck dienen.

Spenden sammeln für eine Schule in Guatemala

70.000 Euro wollen die beiden Freunde für den Aufbau einer Schule in Guatemala sammeln und dafür, dass dort 400 Schüler ein Jahr lang zur Schule gehen können. „Wir hatten das Glück, eine gute Ausbildung zu genießen“, sagen sie. Das sei in anderen Ländern nicht selbstverständlich. „Wir wollen ein kleines Stück zu einer gerechteren Verteilung der Chancen beitragen.“ Die ersten 1150 Euro haben die Radler schon von Studenten und Freunden gespendet bekommen.

Pamir-Highway mit Temperaturen von minus 15 Grad Celsius

Die Radtour Richtung Peking soll am 2. September in Berlin starten. Nach der Durchquerung von Europa warten die ersten ernsthaften Hürden auf Konopka und Jabs. Nicht nur, dass von Iran bis China kaum noch jemand englisch spricht. In der Wüste Usbekistans warten Temperaturen von plus 35 Grad Celsius. Und auf dem schwierigsten Stück, dem Pamir-Highway in Zentralasien, fällt in 4600 Metern Höhe das Quecksilber auf nur noch minus 15 Grad.

Standorte der Radler im Internet verfolgen

Spenden für das Schul-Projekt in Guatemala laufen über die internationale Nonprofit-Organisation Pencils of Promise (www.pencilsofpromise.org), die sich für Bildungsprojekte in Entwicklungsländern engagiert. Weitere Infos zu Biking Borders unter www.bikingborders.com. Hier lassen sich auch die jeweiligen Tour-Standorte der Radler verfolgen.

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