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Letzte Sanierungsphase beginnt

St.-Nicolai-Kirche Letzte Sanierungsphase beginnt

Zwei Bauabschnitte sind geschafft. Jetzt geht St. Nicolai in die dritte und letzte Runde zur grundlegenden Sanierung der Eckernförder Stadtkirche. Dazu gehören ein barrierefreier Eingang und eine neue Ton- und Lichttechnik. Für die Innenrenovierung muss die Kirche von Mai bis Oktober schließen.

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Pastor Dirk Homrighausen steht im Holzrahmen, der der Dimensionen des künftigen Windfangs im Eingangsbereich der St.-Nicolai-Kirche anzeigt.

Quelle: Christoph Rohde

Eckernförde. Fassaden und Dach von St. Nicolai erstrahlen bereits im neuen, denkmalgerechten Glanz. Der vor Kurzem aufgesetzte, restaurierte Dachreiter war ein „weiterer wichtiger Meilenstein“, sagt Pastor Dirk Homrighausen. Die ersten Stürme habe er bereits überstanden. In Kürze folgen das aufgearbeitete historische Ziffernblatt der Uhr samt Zeiger. Hinzu kommt ein neues Uhrenwerk, dass präzise die Zeit anzeigen soll und sich – ebenso wie die Glocken – „von unten“ per Computer steuern lässt.

Dann kann der nächste große Bauabschnitt folgen. Dazu gehört der Eingangsbereich, der sich derzeit nur über drei Stufen passieren lässt. „Für Barrierefreiheit senken wir das Niveau ab“, erläutert Homrighausen. Das heißt: Der derzeitige Tür-Vorbau aus dem 19. Jahrhundert muss abgerissen werden, da er sonst in der Luft hinge. Ein dahinter vermutetes gotische Portal wird wieder freigelegt, ein notwendiger Windfang nach innen verlegt. Um den Eingang ebenerdig zu erreichen, muss der Vorplatz ein sanftes Gefälle bekommen.

Um die Kirche wird ein Belüftungsgraben ausgehoben

Mit den Jahrhunderten wuchs der Boden rund um die St.-Nicolai-Kirche in die Höhe. Die Folge: Die Backsteinmauern stehen heute mit ihrem unteren Teil im Erdreich und saugen Feuchtigkeit auf. Um das zu verhindern, wird rund um die Kirche ein 50 Zentimeter breiter und 75 Zentimeter tiefer Belüftungsgraben ausgehoben. Eine durchlässige Abdeckung soll ihn nach oben sichern. So werden die Mauern künftig von Luft umspült. „Und wir können Schimmelbildung vorbeugen“, sagt Homrighausen.

Zum Atmen der Wände trägt auch die Innensanierung der Kirche bei. Alle weißen Flächen waren bei einer Renovierung in den 1980er-Jahren mit einer geschlossenen Farbschicht bestrichen worden. Sie soll jetzt abgetragen und durch eine mineralische, luftdurchlässige Farbe ersetzt werden. Dafür rückt eine Spezialfirma aus Bayern an. „Die verwendete Farbe ist die gleiche, die auch für das Weiße Haus in Washington und den Kreml in Moskau genutzt wurde“, erläutert der Pastor.

Neue Ton- und Lichtanlage für Atmosphäre und Akustik

Für die Malerarbeiten muss die Möblierung des Gotteshauses komplett ausgeräumt werden. Alle Kunstgegenstände von Altar bis Orgel werden verhüllt. Parallel erhält die Kirche eine neue Licht- und Akustikanlage. Strahler sollen Altarraum und Säulen künftig in ein stimmungsvolles Licht tauchen, eine Tonanlage die Verständlichkeit (auch für Hörgeschädigte) deutlich verbessern. „Erste Tests waren sehr beeindruckend“, schwärmt Homrighausen.

Für die Innensanierung muss die Kirche in der Zeit von Mai bis Oktober geschlossen werden. In dieser Phase bietet St. Nicolai mobile Gottesdienste an verschiedenen Orten in Eckernförde an.

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Ein Artikel von
Christoph Rohde
Eckernförder Nachrichten

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