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Eckernförde Ein goldener Wetterhahn für Eckernförde
Lokales Eckernförde Ein goldener Wetterhahn für Eckernförde
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21:43 08.03.2018
Von Cornelia Müller
Dietrich Fröhler steckt die zweite Dokumentenhülse in die goldene Kugel. Pastor Homrighausen sowie den Zimmerleuten Malte Matt und Stephan Schultz (v.r.) ist ganz feierlich zumute. Quelle: Cornelia D. Mueller
Eckernförde

Punkt zwölf Uhr. Gleich geben sich Dachdecker und Zimmerleute gegenseitig die Kugel. Die restaurierte Goldkugel, über der sich vor der umfassenden Sanierung der historischen Kirche in Eckernförde der längst nicht mehr glänzende Wetterhahn aus Kupfer mit dem Wind drehte.

Kranführer und Dachdecker Rainer Neumann von der Firma Hass und Azubi John Hutterer sind zur Stelle. Malte Matt von der Zimmerei Schäfer wird gleich in den Korb des Hubwagens klettern – das wertvolle Rund in Händen, die nagelneue weiße Handschuhe tragen.

Das Gold auf Kugel und Wetterhahn soll bei der Montage nicht oxidieren

Schließlich darf das Blattgold, das Metallrestauratorin Corinna Krömer aus Kiel sorgsam aufgebracht hat, nicht gleich oxidieren. Sein Kollege Stephan Schultz wird auf dem Turmgerüst neben der Kirche mit ebenso reinen Handschuhen beim Aufstecken von Kugel und Hahn helfen. Zunächst aber steht der feierliche Akt am Boden bevor.

Pastor Dirk Homrighausen und Architekt Dietrich Fröhler, Leiter und Planer des Sanierungsprojekts St. Nicolai, rollen Dokumente auf, um sie in zwei versiegelten Kupferröhren in die hohle Kugel zu stecken: Kopien historischer Fotos und Bauunterlagen, die spätestens seit der Restaurierung der Spitze im Jahr 1845 in der Kugel lagerten, sowie heutige Sanierungsdokumente.

Der restaurierte Dachreiter der St.-Nicolai-Kirche soll hunderte Jahre überstehen

„Für die Nachwelt“, merkt Homrighausen strahlend an. „Ich hoffe, dass nach dieser umfassenden und so schön gelungenen Restaurierung hunderte Jahre niemand mehr den Dachreiter abnehmen muss. Mögen Türmchen und Spitze Gott zum Lob und den Menschen zur Freude gereichen, bekommen sie doch ein stattliches, schönes, gesichertes Haus zurück.“

Und schon fährt Neumann den Korb mit Mann und Fracht in die Höhe. Ein Stündchen dauert es noch, bis die Handwerker dort oben die Schmuckstücke montiert haben. Vor heiterem Himmel dreht sich der Hahn auf neuem Kugellager im Wind und lässt das Gold  blitzen. „Und Dienstag bringen wir die Rakete hinauf“, scherzt der Pastor – und meint den Dachreiter mit dem nagelneuen Kupferdach.

Hier sehen Sie mehr Bilder von der Montage des vergoldeten Wetterhahns auf der St.-Nicolai-Kirche Eckernförde.
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