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Eckernförde In Eckernförde kommt alles Gute von oben
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17:09 06.03.2018
Von Cornelia Müller
Großer festlicher Akt bei strahlendem Himmel: Die St.-Nicolai-Kirchen Eckernförde bekommt ihren Dachreiter wieder. Da schwebt er am Kranhaken heran. Quelle: Cornelia D. Mueller
Eckernförde

Kranführer Siegfried Autzen und Pastor Dirk Homrighausen, Chef der Kirchengemeinde, sind einig: Besser geht's nicht. Kein Windhauch, und die Sonne bringt den mit Kupfer neu belegten Dachreiter mit Goldschmuck auf der Spitze auf Hochglanz.

Noch steht er am Boden neben der St.-Nicolai-Kirche. Sie wird seit Monaten denkmalgerecht innen und außen saniert. Auch das Gebälk des Dachreiters wurde restauriert, seine Eindeckung wie zuvor das Kirchendach erneuert.

Zuerst bringt der Kran zwei Kirchenglocken aufs Dach

Zuerst bringt der 60 Meter hohe Kran die Stunden- und die Minutenglocke auf die Plattform im neu gedeckten Dach. Die überholten großen Glocken sind bereits installiert. Dann befestigen die Handwerker die vier Kranschlaufen an den Ösen des Dachreiters.

450 Jahre hatte er, leicht schief, auf der Kirche gethront. Ein historischer Moment war das Abnehmen in einem Stück im August 2017. Und so ist es auch jetzt. Kranführer Autzen weiß das. Er strahlt genauso wie die Handwerkerschar.

Der Pastor nennt das Türmchen fröhlich "Fingerzeig Gottes"

Dietrich Fröhler, Architekt der Gemeinde und Leiter der Sanierungen, und der Pastor lassen sich noch schnell mit einigen von ihnen ablichten. Dann geht es zum Festakt in die Kirche. Fröhlich sitzen "willkommene Schaulustige", wie Homrighausen sagt, in den Reihen.

Der Morgenchor unter Leitung von Katja Kanowski stimmt Loblieder an, jubiliert. Der Pastor spricht vom "Fingerzeig Gottes", der gleich hinauf schweben wird und Eckernförder wie ihre Gäste freudig grüßt.

Dachdecker und Zimmerleute bekommen Beifall von der Gemeinde

Dachdecker und Zimmerleute stellen sich vor dem Altar auf und ernten großen Beifall. Sie haben mit viel Respekt vor der historischen Bausubstanz Präzisionsarbeit geleistet. Das würdigen Pastor und Architekt jetzt vor allen.

Dann geht es richtig los. Draußen moderiert der aufgeräumte Pastor für die Menschen auf dem Kirchplatz das Geschehen. Der Kran hebt den spitzen Dachreiter millimeterweise an, damit er sehr sachte sein Gerüst verlässt.

Der sanierte Dachreiter der St.-Nicolai-Kirche Eckernförde passt haargenau

In der Höhe blitzen Kupfer und Gold um die Wette. Die Handwerker nehmen das heran schwebende Türmchen gekonnt in Empfang, drehen es und setzen die Pfosten unter den geschwungenen Holzbögen exakt auf.

Der Kranführer senkt das filigrane Bauwerk jetzt endgültig ab. Passt! Die Schlaufen werden erleichtert gelöst. Und dann klatscht das Publikum wieder lange Beifall für eine gemeinschaftliche Meisterleitung.

Hier sehen Sie mehr Bilder vom Aufsetzen des Dachreiters der St.-Nicolai-Kirche Eckernförde.
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