Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Eckernförde Nooröffnung verzögert sich
Lokales Eckernförde Nooröffnung verzögert sich
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:07 22.02.2019
Von Christoph Rohde
Noch ist die Nooröffnung eine Brache ohne Bauschild. 2020 sollen hier die Bagger anrollen, um wieder eine Wasserfläche herzustellen. Quelle: Christoph Rohde
Eckernförde

Noch liegt die künftige Nooröffnung als eine Brache da. Nach dem Abriss von Markant, Aldi und dem angrenzenden Parkdeck scheint Stillstand eingetreten. Doch die Ruhe täuscht. Hinter den Kulissen wird fortlaufend gearbeitet. „Wir sind dabei, die Genehmigungsplanung fertigzustellen und die behördlichen Zustimmungen einzuholen“, erläutert Alexandra Dahmen, Projektleiterin der BIG Städtebau. Dazu gehört unter anderem die wasserbaurechtliche Genehmigung.

Hochwasser- und Küstenschutz ist zu berücksichtigen

Das Herstellen der neuen Wasserfläche der Nooröffnung mit der Verbindung zur Ostsee durch einen Noorkanal mit Stauklappen ist komplex. „Hierbei gilt es auch, den Hochwasser- und Küstenschutz zu berücksichtigen“, sagt Dahmen. Zuletzt hatte die Ostsee bei der verheerenden Sturmflut 1872 gezeigt, wie sensibel der Steindamm als Engpass zum Noor sein kann. So laufen derzeit noch die Abstimmungen mit dem Landesbetrieb für Küstenschutz (LKN). Gleichzeitig muss sich die Planung in das Hochwasserschutzkonzept der Stadt einpassen.

So soll die Nooröffnung aussehen

Nicht zuletzt soll der künftige Bereich „vernünftig“ aussehen. „Wir wollen kein x-beliebiges Hochwasserschutzbauwerk“, so die Projektleiterin. Wann genau alle Genehmigungen eintreffen, ist noch unklar. Die BIG geht aber davon aus, dass in diesem Jahr (und nicht zum Jahresende) die Zustimmung des Landes für das geförderte Stadtentwicklungs-Vorhaben auf dem Tisch liegt. Dann können die Bauleistungen ausgeschrieben werden, was aufgrund der Bausummenhöhe EU-weit geschehen muss. 2020 soll der erste Spatenstich erfolgen. Ein genauer Termin kann erst genannt werden, wenn die Bescheide vorliegen.

Die Fertigstellung wird bis 2023/24 andauern

Bis 2023/24 wird es dauern, bis die Nooröffnung fertiggestellt ist. „Wir wollen das Ganze nicht zu sehr in die Länge ziehen“, sagt Dahmen. Los geht es mit dem Aushub für die Wasserfläche. Eventuell kann parallel schon am Steindamm gearbeitet werden. Ziel ist es, noch in diesem Jahr mit der Vermarktung der Baufläche zu beginnen. Wer die Hochbauten übernimmt, steht noch nicht fest. Geplant ist bislang, dass nicht nur ein Träger baut, sondern mehrere zum Zuge kommen.

Ein Wettbewerb innerhalb der Vermarktung soll zudem eine ansprechende Gestaltung der Häuser sicherstellen. Dahmen: „Entscheidend für den Verkauf ist, wer das beste Nutzungskonzept mit der besten Gestaltung kombiniert.“ Berechnungsgrundlage für den Verkauf der Flächen ist ihr Verkehrswert. An der Nooröffnung sollen insgesamt rund 100 Wohnungen entstehen, darunter 25 Prozent als sozialer Wohnungsbau.

Mehr Nachrichten aus der Region Eckernförde finden Sie hier

Stand des Stadtentwicklungsprojekts Nooröffnung Eckernförde
Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Stadtbücherei Eckernförde stellt ihre Ausgabe von Medien auf elektronische Selbstverbuchung um. Aus diesem Grund ist sie noch bis 28. Februar geschlossen. Die sechs Mitarbeiterinnen haben eine Mammutaufgabe zu bewältigen: Tausende Bücher müssen mit Chip-Etiketten beklebt und eingelesen werden.

Christoph Rohde 22.02.2019

Im Internet gibt es keine Verkaufsangebote mehr für die Globetrotter Lodge. Der Grund sind laufende Verhandlungen: Es soll vier Interessenten für den Kauf der Anlage auf dem Aschberg in Ascheffel geben.

Rainer Krüger 21.02.2019

Autos und Lastwagen dürfen auf der Bundesstraße 76 in Eckernförde nun auch tagsüber nicht schneller als 30 Kilometer pro Stunde fahren. Das gilt für einen rund 300-Meter-Abschnitt am südlichen Ortseingang vor der Wohnanlage Sandkrug. Ein einzelner Anwohner hatte geklagt und jetzt Recht bekommen.

Tilmann Post 21.02.2019