Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Eckernförde Nicht zu groß, nicht zu hoch
Lokales Eckernförde Nicht zu groß, nicht zu hoch
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:28 08.11.2018
Von Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Begehrte Lage: Grundstücke, auf denen gebaut wird, sind Alltag in Strande. Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck
Strande

Betroffen ist der Bereich der Bebauungspläne 1 und 3, also der nördliche Ortsteil. In dem Areal, für das eine Veränderungssperre gilt, findet derzeit ein Generationswechsel statt. Um Wildwuchs zu vermeiden, sei es höchste Zeit gewesen, „den gemeindlichen Willen zu formulieren“, erklärte Bürgermeister Holger Klink (CDU). Die Änderung der Bebauungspläne „gibt auch dem Einzelnen Sicherheit, was um ihn herum passiert“, betonte er.

Orientierung am Bestand

Eine Regionalplanerin stellte am Dienstag im Bauausschuss die geplanten Vorgaben für die Wohngebiete vor. Diese orientieren sich am bisherigen, durchaus unterschiedlichen Bestand, der behutsam nachverdichtet werden kann. Große Grundstücke bleiben in der Regel erhalten. Neu sind Grenzen bei den Traufhöhen, die je nach Gebiet zwischen vier und 4,50 Metern liegen. Auch durch Vorgaben bei der Dachneigung möchte die Gemeinde zu großen Gebäuden vorbeugen.

Keine glänzenden Dächer

Die Farbvorgaben umfassen alle gängigen und ortsüblichen Töne, schließen allerdings Extreme wie zum Beispiel einen lilafarbenen Anstrich aus. Auch eine glänzende Dacheindeckung ist künftig unzulässig.

Mindestens zwei Stellplätze

Pro Bau sind maximal zwei Wohneinheiten möglich. Pro Wohneinheit müssen in der Regel mindestens zwei Stellplätze vorhanden sein. Ulrich Kauffmann (FDP) betonte, dass die bisherige Bebauung unter Bestandsschutz steht. Die Pflicht, zwei Stellplätze zu schaffen, gelte nur, wenn neu gebaut wird.

Bürger werden beteiligt

Der Bauausschuss empfahl einstimmig die Änderung beider B-Pläne. Nach der zu erwartenden Zustimmung der Gemeindevertretung folgt als nächster Schritt die Beteiligung der Öffentlichkeit. Dafür sind die Pläne einen Monat lang einsehbar: „Sie können sich die Pläne in aller Ruhe ansehen“, versicherte die Regionalplanerin den anwesenden Bürgern.

Mietwohnungen für Senioren

Um auch älteren Strandern weiter das Wohnen in ihrem Heimatort zu ermöglichen, plant die Gemeinde zudem den Bau kleinerer, barrierefreier Wohnungen. „Lange fehlte dafür ein Grundstück“, erklärte die Bauausschussvorsitzende Claudia Sieg (SPD). Doch 2017 erwarb die Gemeinde Grundstücke – darunter auch die jetzt für das Projekt vorgesehene Fläche. Sie liegt neben der Schule, im Bereich Dänischenhagener Straße/Zum Mühlenteich: dort, wo unter anderem derzeit der Behelfsparkplatz ist. Für den wird es auch Ersatz geben – in welcher Form, wird Thema bei den Planungen sein.

Bebauung soll sich am Bestand orientieren.
Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wie schreibt man einen kreativen Text? Anlässlich der Kinder- und Jugendbuchwochen machte Björn Högsdal Schüler zweier 6. Klassen der Jungmannschule in Eckernförde neugierig auf Poetry Slam. In der Stadtbücherei las er eigene Texte und verriet, wie die Schüler selbst kleine Texte entwickeln können.

Christoph Rohde 07.11.2018

Bislang war es politisches Ziel in Eckernförde, dass das Kino auf dem Bahnhofsareal verwirklicht wird und die Skateranlage am Schulweg verbleibt. Doch das gilt nicht mehr. CDU, SSW und FDP wollen in der nächsten Sitzung des Jugend-Ausschusses eine Verlegung der Skateranlage beantragen.

Christoph Rohde 07.11.2018
Eckernförde Betreute Grundschule - Der Ausbau hat Priorität

Wasserschaden, Heizung, Pausenhof und „Betreute“: In der Grundschule Osdorf türmt sich ein Berg an Aufgaben auf. Doch auf welcher Baustelle drängt die Zeit am meisten? Nun soll eine ehemalige Wohnung im Obergeschoss umgebaut werden.

07.11.2018