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Eckernförde In Dibberns Gasthof geht es weiter
Lokales Eckernförde In Dibberns Gasthof geht es weiter
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19:00 24.07.2018
Von Jan-Torben Budde
Es gibt eine Nachfolgelösung für das traditionsreiche Lokal an der Noerer Straße: Dibberns Gasthof bleibt Osdorf erhalten.
Osdorf

Warum die zwei Schwestern die Gaststätte übernehmen wollen? „Ich bin hier aufgewachsen“, erklärt Sandra Paulinski. Nach so vielen Jahren im Betrieb hänge ihr Herz an dem Lokal, das Mutter Renate Mohr gehört.

Es schlug im Dorf hohe Wellen, als vor einigen Monaten bekannt wurde, dass die langjährige Wirtin den Gasthof verkaufen wollte. Das Lokal der 76-Jährigen gilt als Treffpunkt in der Gemeinde, wo Vereine ihre Versammlungen und die Kommunalpolitiker ihre Sitzungen abhalten. Ob Sportverein, Speeldeel oder Rotes Kreuz – die Nachricht sorgte nicht zuletzt wegen des Saals für großes Bedauern.

Da sich zunächst keine Nachfolgelösung abzeichnete und Pessimisten das Lokal schon vor dem Aus sahen, wurde in der Gemeinde an einem Genossenschaftsmodell gefeilt, um den Erhalt des Gasthofes zu sichern. Nach einer Einwohnerversammlung im Herbst signalisierten zahlreiche Einwohner, dass sie Anteile zeichnen würden. Denn die Gemeinde hatte, was einen Ankauf der Immobilie anging, bereits im Vorfeld abgewinkt. Der Grund: Wegen anstehender Vorhaben wie Kita-Bau oder Gewerbegebiet-Erschließung stünden keine finanziellen Mittel zur Verfügung.

Alles Schnee von gestern. Dass Osdorf den traditionsreichen Gasthof behält, dafür wollen Sandra Paulinski und Yvonne Mohr, beide gelernte Bäckereifachverkäuferinnen, nun sorgen. Nach ihren Angaben geht die Übergabe voraussichtlich im Januar 2019 über die Bühne. Von einer Schließung sei keine Rede mehr, der Gasthof bleibe geöffnet.

Die Entscheidung habe für Freude im Dorf gesorgt, wie die Schwestern schnell feststellten. „Ich finde es richtig gut, dass es weitergeht“, sagt Bürgermeister Helge Kohrt (SPD). „Der Gasthof ist eine kulturelle Herzkammer der Gemeinde.“ Rixa von Baudissin, zuständig für die Seniorenarbeit im DRK-Ortsverein, betont: „Der Gasthof ist ein wesentlicher Bestandteil des Dorfes.“ Das Rote Kreuz nutze das Lokal für Jahresversammlungen, Weihnachtsfeiern und zum Bingo spielen. „Uns ist ein Felsen vom Herz gefallen“, sagt Bernhard Wölki, Vorsitzender des Osdorfer Sportvereins. Dort steigen sowohl Sportlerball als auch Faschingsparty. „So viele Tanzveranstaltungen gibt es ja nicht mehr.“

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