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Eckernförde Schranke für gefährlichen Bahnübergang
Lokales Eckernförde Schranke für gefährlichen Bahnübergang
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16:11 07.12.2018
Von Cornelia Müller
Tüttendorf: Der Bahnübergang im Wald von Wulfshagen soll Schranken bekommen. Die schmale Straße ist beliebte Fahrrad- und Ausflugsroute zum Gutscafé. Quelle: Cornelia D. Mueller
Tüttendorf

Schon 2017 sollte der Bahnübergang Wulfshagen in Tüttendorf endlich Halbschranken bekommen. Daraus wurde nichts. Nun packt die DB Netz AG Regionalbereich Nord die Sache endlich an. Bis 2020 soll das bisherige Kreuz mit Blinklicht verschwunden und eine Schrankenanlage mit Signal und Licht installiert sein.

Die Sorge um Unfälle schwingt in Wulfshagen immer mit

„Das ist eine extrem gefährliche Stelle im Wald“, merkte Moritz Graf zu Reventlow, Finanzausschusschef der Gemeinde, in der jüngsten Sitzung des Gremiums an. „Ich fürchte ständig, dass etwas passiert.“

Die kleine Gemeindestraße durchs Gehölz, die die Alte Dorfstraße mit Gut Wulfshagen und dem Tüttendorfer Ortsteil Blickstedt  verbindet, ist beliebte Route für Ausflügler mit Fahrrad oder Auto.

 Vier Mal pro Stunde kommt ein Zug angerauscht

Sie führt zum  Gut Wulfshagen mit dem Gartencafé Alte Schule, ist in Rad- und Wanderführern vermerkt und gut ausgeschildert.Für nicht Ortskundige taucht der Überweg recht unvermittelt hinter einer Kurve auf.

Ein Verkehrsschild kündigt ihn zwar an. Doch im voll belaubten Wald, der bei Sonnenschein im Sommer recht dunkel erscheint, kann man leicht übersehen. Vier Mal pro Stunde rauscht hier der Regionalzug auf der Strecke zwischen Kiel und Eckernförde durch den Wald.

Ein sicherer Bahnübergang kostet mehr als 200000 Euro

Kostenneutral ist die 211.600 Euro teure Maßnahme der Bahn auch für die Gemeinde Tüttendorf nicht. Sie muss sich mit 70500 Euro „Kreuzungsmitteln“ beteiligen. Sie können bis zu 70 Prozent öffentlich gefördert werden. Daher müssen spätestens im Jahr 2020 21.200 Euro dafür in den Etat eingestellt werden.

„Keine Frage“, kommentierte von Reventlow das einmütige Votum seiner Kollegen im Finanzausschuss. „Das muss einfach sein, die Sache macht Sinn.“

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