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Eckernförde Diese Bundesstraßen sind gefährlich
Lokales Eckernförde Diese Bundesstraßen sind gefährlich
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16:25 08.10.2018
Von Tilmann Post
Ein Unfall von vielen: Am 29. September 2017 waren drei Autos auf der Bundesstraße 203 bei Barkelsby verunglückt. Quelle: Rainer Krüger (Archiv)
Eckernförde/Gettorf

Der Unfallatlas der statistischen Ämter des Bundes und der Länder zeigt rund 100 Markierungen für Unfälle auf der B76, der B203 und der B503, bei denen mindestens ein Beteiligter zu Schaden gekommen ist. Darunter sind viele Leichtverletzte, die nicht stationär behandelt werden mussten. Die Daten zeigen aber auch, dass ein großer Teil der Zusammenstöße so schwere Folgen hatte, dass eine medizinische Versorgung im Krankenhaus nötig wurde.

Unfallatlas in interaktiver Grafik

Das kam besonders häufig bei Unfällen vor, in die Motorradfahrer verwickelt waren – etwa auf der B76 in Höhe Gettorf und auf der B203 bei Loose. Im März 2017 kam ein Biker bei einer Kollision mit einem VW auf der B76 in Höhe Kosel ums Leben.

Polizei legt enge Kriterien an

Doch in der polizeilichen Statistik werden die eng beieinander liegenden Karambolagen auf Bundesstraßen, wie sie der Unfallatlas zeigt, nicht erwähnt. „Wir sprechen außerorts von einer Unfallhäufungslinie, wenn auf 1000 Metern bestimmte Kriterien zutreffen“, erklärt Lutz Kraack, Leiter des Stabsbereichs Verkehr bei der Polizeidirektion Neumünster. Wenn es zwei oder mehr Schwerverletzte, drei Unfälle gleichen Typs oder sechs Unfälle unterschiedlichen Typs gegeben hat, „nehmen wir den Abschnitt genau unter die Lupe“, so Kraack. Diese engen Merkmale treffen tatsächlich selten zu, denn meistens gebe es unterschiedliche Ursachen. „Jeder Unfall muss für sich betrachtet werden.“

Überholverbot auf der B76 ein Erfolg

Als Erfolgsbeispiel der polizeilichen Unfallbearbeitung nennt der Stabsbereichsleiter das Überholverbot auf der B76, das 2015 zwischen Gettorf und Altenhof eingerichtet wurde. 2014 kam es bei Neudorf-Bornstein zu vier Verkehrsunfällen mit insgesamt vier Toten, einem Schwer- und sechs Leichtverletzten. „Eine klassische Unfallhäufungslinie“, so Kraack. Inzwischen sei es ruhig auf der Strecke.

Auch wenn die Kriterien nicht zutreffen, habe die Polizei die Bundesstraßen stets im Blick, versichert Kraack. Überhöhte Geschwindigkeit sei noch immer ein großes Problem. Zudem geraten weiterhin viele Fahrer ohne ersichtlichen Grund in den Gegenverkehr oder kommen von der Straße ab – mutmaßlich, weil sie während der Fahrt mit dem Smartphone hantieren. Das sei aber meistens nicht nachweisbar.

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