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Eckernförde Schreckschuss groovt im Gemeindezentrum
Lokales Eckernförde Schreckschuss groovt im Gemeindezentrum
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12:52 30.09.2018
Von Jan-Torben Budde
Mit Blues und Rock heizte die Charly-Schreckschuss-Band den Besuchern im Altenholzer Gemeindezentrum ein: Manne Kraski (Gitarre, von links), Rainer "Charly" Beutin (Gesang, Akustikgitarre), Bernd Ohnesorge (Bass), Jörg Berger (Schlagzeug) und Eiko Krämer (Gitarre). Quelle: Jan Torben Budde
Altenholz

„Wir spielen eine ganze Menge neuer Stücke“, kündigte Beutin (Gesang, Akustikgitarre) gleich zu Beginn des Konzertes, das der Kulturkreis veranstaltete, an. Zumal die Band mit Bernd Ohnesorge (Bass), Eiko Krämer (Gitarre), Jörg Berger (Schlagzeug) und Manne Kraski (Gitarre) ein neues Album herausgebracht hat. Der Titel: „Was nun – Was tun?“.

Die Gruppe legte rockig los mit dem Song „Einmal“, dessen Text eine Koproduktion von Autor und Bauer Matthias Stührwoldt sowie ihm selbst sei, wie der Bandleader berichtete. Oft ging es in den Liedern um Lebenslust und Lebensfrust, Niederlagen und das wieder Aufstehen – Geschichten aus dem wahren Leben.

Geheimratsecken, knirschende Knie, wachsender Bauch

Auch wenn der Bandname „Schreckschuss“ eher schräg klingen mag, kam der gitarrenbetonte Sound ehrlich und erdig herüber. Die Melodien waren eingängig, die Texte hatten Tiefgang. Es war eine Mischung aus nachdenklichen Tönen und hintersinnigem Humor. So sang Beutin, auf der Bühne mit Hut und markiger Stimme, den „Geheimratsecken-Blues“: Gegen dünner werdendes Haar, knirschende Knie und einen wachsenden Bauch helfe alternden Männern weder Kämmen noch Verstecken - und ganz sicher nicht die AfD. Auch Themen wie Not, Flucht und Intoleranz widmete er sich. Ebenso weihte „Charly“ die Besucher in eine Theorie seiner Schwiegermutter ein, inwiefern „Männer und Frauen“ – so der Titel - mitunter dann doch zusammenpassten.

Immer wieder begeisterten die Vollblut-Musiker mit Soli, wofür das Publikum reichlich Szenenapplaus spendierte. Fürs Mitsingen war keine Extraeinladung erforderlich. „Ihr gebt alles“, lobte Beutin. Freunde der Schreckschuss-Klassiker kamen auch auf ihre Kosten. So brachte das Nordlicht noch plattdeutsche Stücke wie „Born, wo de Wind herkümmt“ oder das beliebte Stück „Rotwein“ zu Gehör.

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