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Eckernförde Nordland verschwindet aus dem Hafen
Lokales Eckernförde Nordland verschwindet aus dem Hafen
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07:03 14.06.2018
Die "Nordland III" am Abend vor dem endgültigen Abschied vom Strander Hafens. Beim Anblick des Schiffes an der Ostmole schwelgten viele Passanten in Erinnerungen an Butterfahrten oder Angeltouren. Quelle: Jan Torben Budde
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Strande

Jetzt ist das Schiff weg. Es habe die Gefahr bestanden, dass die „Nordland III“ für die Gemeinde zu einer Belastung werde.

Eine Notlage sollte unbedingt vermieden werden. „Die Nordland hatte im Winter schon Schlagseite“, blickte der Bürgermeister zurück. Es sei schwierig, solch einen Kutter aus dem Hafen zu bekommen. „Wir hatten schon Bedenken, dass die Nordland auf Grund läuft“, sagte Klink. Ihm seien derartige Fälle von Schiffen, die längere Zeit nicht bewegt worden sind, durchaus bekannt. Immerhin liegt die letzte Fahrt des 24 Meter langen Kutters schon fast drei Jahre zurück.

Wäre das Schiff tatsächlich auf Grund gelaufen, hätte sich der Hafen um die Entsorgung des Wracks kümmern müssen, erklärt der Bürgermeister, der kraft Amtes auch Werkleiter des gemeindlichen Betriebes ist. Vielmehr habe der Strander Hafen nun ein Interesse daran, den Liegeplatz der „Nordland III“ anderweitig zu vergeben.

Wegen der Zukunft des Kutters brodelt in Strande nun die Gerüchteküche. Der Bürgermeister sprach in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung davon, dass der marode Kahn angeblich restauriert werden solle. Nach KN-Informationen wurde das Schiff an einen neuen Eigner verkauft. Demnach soll das Schiff – nach ein paar Arbeiten wie Batteriewechsel – durchaus noch fahrtüchtig gewesen sein. Am Dienstagmorgen hat der Kutter den Strander Hafen verlassen.

Ein kurzer Blick in die Geschichte: Ende September 2015 hatte die „Nordland III“ den Fahrbetrieb eingestellt (wir berichteten). Der Kutter war damals noch einmal mit Gästen für eine Seebestattung vom Strander Hafen ausgelaufen. Eine Ära ging damit zu Ende. Danach wurde für das Schiff ein Käufer gesucht.

Der Kutter stammt aus dem Jahr 1944. Sie soll nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst als Fischkutter in Norwegen und später in deutschen Gewässern im Einsatz gewesen sein. Fangquoten und der Wegfall des zollfreien Einkaufs, gestiegene Auflagen der Behörden und immer höhere Anforderungen der Berufsgenossenschaft See für Holzschiffe.

Von Jan Torben Budde

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