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Eckernförde Windkraft: Investor lässt nicht locker
Lokales Eckernförde Windkraft: Investor lässt nicht locker
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07:02 07.11.2018
Von Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Kommen in Schwedeneck weitere Windmühlen hinzu? Diese Frage ist noch nicht endgültig geklärt. Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck
Schwedeneck

Das Innenministerium betont auf Anfrage, auch diese bis zum 3. Januar dauernde Anhörungsrunde im Planverfahren sei „ausdrücklich ergebnisoffen“. Zwei Runden seien üblich: Ob das hier so bleibt, wird entschieden, wenn die Auswertung der zweiten Runde vorliegt.

Potenzial- könnte wieder Vorrangfläche werden

So könnte aus der Potenzialfläche in Schwedeneck wieder Vorrangfläche werden, wenn sich die Standorte der Großvogelhorste ändern. Allerdings komme das laut Innenministerium nur infrage, wenn unter anderem „gutachterlich nachgewiesen werden kann, dass kein erhöhtes Tötungsrisiko durch die Windenergienutzung gegeben ist“.

Abschalten bei Rotmilan-Flug?

Das meint Investor Stephan Haack zusichern zu können: Er schlägt vor, die Windkraftanlagen abzuschalten, wenn der Rotmilan fliegt. Das sei „wirtschaftlich zu verkraften“, weil dieser Zugvogel nur von März bis September vor Ort sei und nachts oder bei bestimmten Wetterverhältnissen nicht fliege. Und so hofft der Investor, hier nach wie vor vier oder zumindest drei Mühlen mit einer Höhe von 180 Metern zu bauen.

Offener Brief von Gegenwind

Die Aktivitäten des Investors haben wiederum die Bürgerinitiative (BI) Gegenwind Schwedeneck auf den Plan gerufen: Diese richtete einen offenen Brief an die Gemeindevertretung. Darin verweist sie darauf, dass die Fläche derzeit aus Naturschutz- und Menschenschutz-Gründen nicht mehr als Vorranggebiet eingeplant ist: Das begrüße man ausdrücklich.

Konflikt in der Gemeinde 

Die „kontrovers und hart geführte Auseinandersetzung“ um die Windkraft ziehe sich in Schwedeneck „quer durch das persönliche Umfeld von uns allen“. Die BI appelliert: „Es sollte in unser aller Interesse liegen, diesen Konflikt zu befrieden.“ Das könne die Gemeindevertretung, indem sie in ihrer Stellungnahme „die Bewertung der Landesplanung zum Entfall der Flächen“ unterstütze.

Thema in der Kommunalpolitik

Die Kommunalpolitik wird sich zunächst im Bauausschuss am 15. November und dann in der Gemeindevertretung am 29. November mit der Stellungnahme zur Windkraft befassen. Schon 2017 hatte sie eine Stellungnahme abgegeben. Damals hatte man den Bau drei weiterer Anlagen akzeptiert - mehr aber nicht.

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