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Eckernförde Signal gegen Benachteiligung von Sprenge
Lokales Eckernförde Signal gegen Benachteiligung von Sprenge
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15:36 03.12.2018
Von Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Wegen der drei Altanlagen in Sprenge soll hier laut Landesplanung nur der frühere Mindestabstand von 800 Metern gelten. Das sieht jetzt auch die Gemeindevertretung kritisch und spricht sich für 1000 Meter aus. Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck
Schwedeneck

Vor einem Monat hatte die Bürgerinitiative sich in einem offenen Brief an die Kommunalpolitik gewandt. Hintergrund: Derzeit sind in den Kommunen Stellungnahmen zu den aktuellen Windkraft-Plänen des Landes gefragt. Die Landesplanung sieht aktuell für Schwedeneck allerdings keine Windpark-Flächen vor: aus Vogelschutzgründen und wegen der neuen Mindestabstände von 1000 Metern zu Ortschaften. 

800 Meter Abstand für Sprenge

Da die Pläne noch im Entwurfsstadium sind, kann aus der Schwedenecker Potenzial- allerdings auch wieder eine Vorrangfläche werden. Die BI appellierte an die Kommunalpolitik, der Stellungnahme der Landesplanung zu folgen. Zudem kritisierte sie, dass im Ortsteil Sprenge wegen der Alt-Anlagen nur der frühere Mindestabstand von 800 Metern gilt.

Fraktionsübergreifend Kritik an der Ungleichbehandlung

Im Bauausschuss war nur der Vorsitzende Gustav Otto Jonas (SPD) den Argumenten der BI gefolgt. Auch in der Gemeindevertretung am Donnerstag wies er noch mal darauf hin, dass die Sprenger nicht Bürger zweiter Klasse seien. CDU-Fraktionschef Sönke Burmeister sprach sich nun ebenfalls dafür aus, für alle Ortsteile einen Mindestabstand von 1000 Metern zu fordern. Der Bezug auf die drei alten Mühlen mache keinen Sinn. Zwei stehen noch nicht mal auf der Potenzialfläche, die dritte an deren Rand. 

Thema Vogelschutz

SPD-Fraktionschef Jörg Weimer betonte, der Vogelschutz müsse gewahrt bleiben. Der Investor hatte vorgeschlagen, dazu die Mühlen zu Flugzeiten des Rotmilans abzuschalten. Auch der Mindestabstand müsse für alle gleich sein: „Aber dann sprechen wir uns für Windkraft aus.“ Fraktionskollegin Anja Kretzschmar, die wie Jonas mit Nein stimmte,  erklärte, man müsse doch gar nicht auf die Stellungnahme von 2017 verweisen. Damals hatte die Gemeinde zwar erklärt, die schon länger geplanten Mühlen zu akzeptieren. Doch unter anderem mit Blick auf den Tourismus sollten es nicht mehr werden. Bernhard Brockhaus (UBS) wünschte sich ebenfalls 1000 Meter Abstand zu Sprenge.

Bürgermeister: Kommunen sind die Hände gebunden

Bürgermeister Sönke Paulsen (CDU) sprach sich - auch wegen der kritischen Argumente der Stellungnahme von 2017 - dafür aus, erneut auf diese zu verweisen. Zudem seien die niedrigeren Abstände für Sprenge nicht nachvollziehbar.  „Keiner will die Anlagen vor der Nase haben“, sagte er gegenüber KN-online. Doch den Kommunen seien die Hände gebunden. Andere Gemeinden seien „kläglich gescheitert“ beim Versuch, Mühlen grundsätzlich abzulehnen.

Stimmung kippte zum Schluss

Ein Bürger aus Haschendorf beklagte, über diesen Ortsteil sei noch nie gesprochen worden. Dabei liege die Splittersiedlung weniger als 500 Meter von den Mühlen entfernt. Gundula Staack (CDU) platzte daraufhin der Kragen: „Wir haben nicht nur die Belange der Schwedenecker im Auge - wir haben eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung!“ Es sei eine schwierige Situation. Man habe nicht das Recht, einfach abzulehnen.

Bürger verließen Saal

Mehrheitlich stimmte die Gemeindevertretung für einen Mindestabstand und 1000 Metern sowie den Verweis auf die alte Stellungnahme. Daraufhin verließ ein Teil der Besucher den Saal. „Grundsätzlich unhöflich“ sei dieses Verhalten, rief ihnen UBS-Fraktionschef Michael Kreuzer zu. 

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