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Eckernförde Neue Marke stärkt Image der Fischerei
Lokales Eckernförde Neue Marke stärkt Image der Fischerei
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08:00 28.11.2018
Von Cornelia Müller
Fischer Eckhard Michelsen aus Eckernförde: Sein bemalter Kutter "Ecke 4" ist eine Attraktion im Hafen. Er betreibt Küstenfischerei im Haupterwerb seit 1975. Auf Gästetörns zeigt er das Fischereihandwerk und wirbt für den Berufsstand. Quelle: Cornelia D. Mueller
Eckernförde

Ortstermin Montagabend, wo die Fischerei zu Hause ist: im Hafen Eckernförde. Vor der Siegfried-Werft, heute ein Restaurant, schaukeln die wenigen Kutter der Fischer im Haupterwerb und ihrer Kollegen, die nicht voll davon leben.

Drinnen besiegeln Ministerpräsident Daniel Günther (CDU), der Eckernförder ist, und Landwirtschaftskammer-Geschäftsführer Peter Levsen Johannsen mit Fischereivertretern den Start einer Kampagne, die von Dauer sein soll. Ins Boot geholt hat die Kammer zunächst die Verbandsvertreter aller Beteiligten - der Küsten- und Binnenfischer an Nord- und Ostsee, der Krabbenfischer, Teichwirte, Betreiber von Aquakulturen und Angler.

Fischer Michelsen informiert Touristen

Eckhard Michelsen ist einer der Berufsfischer, dem das Motto "erstmal noch gar nichts sagt". Der 60-Jährige handelt aus eigenen Stücken so, wie es sich die Ideengeber nicht besser wünschen könnten. Seit 16 Jahren schon lädt er Feriengäste und Kinder jenseits der Fangfahrten mit seinem Kutter "Ecke 4" zu kleinen Törns ein. Dabei zeigt er, wie handwerkliche Fischerei heute funktioniert.

Und er klärt auf, dass auch er Schutzprojekte für Fisch, Schweinswal, Meeresflora unterstützen kann, wenn er Ausgleich bekommt. "Ein besseres Bild unserer Fischerei in der Öffentlichkeit wäre wichtig", sagt Michelsen. "Warten wir mal ab, was die Aktion bringt."

Die Branche leidet unter Pauschalurteilen

Er und die Kollegen wissen nur zu gut: Wenn die Überfischung der Meere und unwürdige Fangmethoden irgendwo am Pranger stehen, wird das Pauschalurteil oft auch über die heimischen Fischer gefällt.

"Darum geht es", sagt Bert Wecker, Chef der Aquakultur Förde Garnelen am Klärwerk Bülk bei Kiel. Er spricht nicht nur für seinen Bundesverband, "sondern für alle, die bei uns Fisch, Schalen- und Krustentiere, Algen züchten oder fangen".

"Nirgendwo sind die Schutzstandards so hoch wie in Deutschland. Nirgendwo wird besser überwacht", betont er. "Wir müssen endlich herausstellen, dass Nachhaltigkeit und Verantwortung unsere Markenzeichen sind. Der Norden kann stolz auf seine Erzeuger sein."

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