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Eckernförde Aus der Gartenparty wurde ein Festival
Lokales Eckernförde Aus der Gartenparty wurde ein Festival
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18:44 12.08.2018
Anastasia und Ehemann Andrej Siebert (von links), Jens Görlich mit Tochter Josephine (3) sowie Fabian Scholz aus der Orga-Crew freuen sich über das gelungene Festival. Quelle: Jan Torben Budde
Holzbunge

„Es ist eine familiäre Atmosphäre, und die Leute hier sind nett“, lobte Amelie Kurland die Stimmung auf dem Gelände. Für die Kielerin war es eine Premiere. Auch ihrem Begleiter Timo Stoltenburg, der auch schon beim Wacken Open Air war, gefiel das weitaus intimere Woodbunge gut. „Es gibt wenige kleine Festivals“, sagte Crew-Mitglied Georg Leymann, der für Woodbunge gern aus Hamburg anreist. Bei Bier, Currywurst und Veggie-Wraps genossen rund 200 Besucher die Auftritte der Bands.

40 Bands hatten für einen Auftritt angefragt

Andrej Siebert, dessen Haus direkt neben dem Festivalgelände steht, bezeichnet sich zwar als einen Musik-Laien. Gleichwohl geht der 34-Jährige gern auf Festivals. Wie alles begann? Zur Einweihung des neuen Hauses in Holzbunge lud der Systemadministrator vor sechs Jahren etwa 40 Freunde und drei Musikgruppen zur Gartenparty ein. „Eine Band kam“, erinnert sich Siebert an die Anfänge. Daraus entwickelte sich im Laufe der Jahre das Woodbunge-Festival. „Mittlerweile sind wir schon im Januar ausgebucht“, sagte er mit Blick auf das Programm. Es gebe etwa 40 Anfragen von Bands – sogar aus Norwegen. „Ich weiß gar nicht, wie die alle auf uns kommen“, wunderte sich Siebert. 13 Gruppen wollten am Freitag und Sonnabend in seinem Garten auftreten, darunter Moon Lama aus Kiel und Appendixx aus Rendsburg. Um die Organisation kümmerte sich mittlerweile der eigens gegründete Woodbunge-Verein.

Etwa 30 Helfer packten beim Festival mit an. Zur Crew gehörten auch Ehefrau Anastasia (27) und Sieberts Mutter Swetlana Wiese. „Ich bin stolz auf meinen Sohn“, sagte die 54-Jährige. Hinsichtlich des Musikgeschmacks stehe sie dann aber doch mehr auf Klassik, die Scorpions oder Freddie Mercury.

Junge Künstler sollen unterstützt werden

Was die Band-Auswahl betreffe, gehe es auch darum, junge Künstler zu unterstützen, waren sich Siebert und sein Mitstreiter Jens Görlich einig. Die Musiker dürften ihre Instrumente in seinem Haus abstellen, wenn sie gerade keinen Auftritt hätten, erklärte der Festivalgründer. Ansonsten sei sein Eigenheim tabu. Stattdessen gab es für Übernachtungsgäste im Vorgarten ein Zeltlager – sogar mit Dusche.

Von Jan Torben Budde

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