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Anfängerkurse für Hobby-Imker

Bienen sind stark umschwärmt

Von Jennifer Ruske

Imkern ist wieder ein Thema: Immer mehr Menschen entdecken ihr Herz für die Honigbiene. Damit es den fleißigen Insekten im heimischen Garten gut geht, braucht es Wissen und Erfahrung.
Wie sorgt man dafür, dass Bienen nicht ausschwärmen: Referent Hauke Heistermann mit Kreisimkerverband Eckernförde (ohne Schutzanzug) zeigt das den Teilnehmern am Bienenstock.

Wie sorgt man dafür, dass Bienen nicht ausschwärmen: Referent Hauke Heistermann mit Kreisimkerverband Eckernförde (ohne Schutzanzug) zeigt das den Teilnehmern am Bienenstock.

© Jennifer Ruske

Mettenhof. Beides vermitteln die Anfängerkurse für Hobby-Imker des Kreisimkerverbands Kiel. Am Wochenende wurde im Natur-Erlebnis-Haus des AWO-Jugendbauernhofes gebüffelt.

 Die Vorbereitungen für das Einwintern der Bienen steht bei Referent Hauke Heistermann auf dem Stundenplan des fünften Treffens. Vier Kurstage haben die Teilnehmer bereits hinter sich, eine sechster wird im August folgen, dann haben die 30 Teilnehmer des Anfängerkurses „Bienenhaltung“ die wichtigsten Grundlagen erfahren. Ein halbes Jahr dauert insgesamt ein solcher Kursus, für ihr Zertifikat müssen die Teilnehmer durchaus büffeln. Doch das schreckt die angehenden Hobby-Imker nicht ab – im Gegenteil, das Interesse steigt.

 Bienen sind derzeit umschwärmt. „Seit drei, vier Jahren steigen die Teilnehmerzahlen“, berichtet Heistermann vom Kreisimkerverband Eckernförde. Vor Jahren unterrichtete er im Schnitt sechs Teilnehmer, heute sind es 30. Darunter immer mehr Jugendliche und Frauen. Bienenhaltung ist keine Frage des Alters: Der jüngste im Kursus ist 13, die ältesten über 60 Jahre alt. Sie alle reizt an der Haltung von Bienenvölkern der aktive Naturschutz, das Beobachten der Tiere, das Verständnis um die Zusammenhänge von Wetter, Blütenstand und dem Verhalten von Insekten sowie natürlich auch der Honig, den es dank Maja, Willi und Co. zu ernten gibt.

 Doch vor dem Genuss kommt die Arbeit: „Wer Bienen hat, kann sich keinen langen Urlaub leisten“, warnt Heistermann. Von April bis August ist Hochsaison im Bienenstock. Die Insekten brauchen Pflege und Schutz vor weit verbreiteten Bakterien und Milben. „Je sorgfältiger und verantwortungsbewusster man die Bienen umsorgt, desto mehr hat man von den Tierchen“, erklärt Heistermann beim praktischen Teil, für den es die Gruppe zu den Bienenstöcken auf dem Bauernhof zieht. „Um den Umgang mit Bienen zu lernen ist ein solcher Anfängerkursus wichtig“, sind sich Hassani Daria (Kiel), Harald und Waltraut Hellebrand (Dobersdorf), Marina Klammer (Altenholz) und Holger Kluß (Quarnbek) – die in Schutzanzügen gekleidet einen Blick auf die Waben werfen – einig: „Man vermeidet viele Fehler und zahlt deutlich weniger Lehrgeld, wenn man weiß, wie es richtig gemacht wird.“ Und nicht zuletzt sind schließlich auch Bienen Lebewesen, mit denen man verantwortungsvoll umzugehen hat.

 „Bienen sind einfach faszinierende Tiere“, findet Gudrun Krüger, die in der Hamburger Chaussee sieben Völker stehen hat. „Dass so ein kleines Tierchen so etwas Leckeres wie Honig produziert, ist doch einfach toll. Und die arbeiten echt schwer dafür.“ Eine Strecke, die einer Tour dreimal um die Welt entspricht, legt ein solches Insekt zurück, um ein Glas Honig zu füllen. „Das ist enorm.“ Auch Michael Gniffke aus Nortorf hat einige Völker. Wegen seiner vielen Obstbäume im Garten setzt er auf die Hilfe der fleißigen Insekten. In diesem Jahr allerdings wird die Apfelernte wohl mau, befürchtet er. „Im Mai war das Wetter einfach zu kalt für Bienen. Aber das ist halt Natur. Erzwingen kann man nichts.“ Auch das müssen die Hobby-Imker lernen.

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