Kiel. Der Neubau ist für die Marine Israels bestimmt und gehört zu den geheimsten U-Bootprojekten der Welt. Die zum Werftkonzern ThyssenKrupp Marine Systems gehörende Werft macht weder Angaben zum Boot noch zur anstehenden Erprobung. Für die Dauer der Liegezeit vor der Halle wurde der Propeller extra mit einer Plane abgedeckt. Die Wasserschutzpolizei patrouilliert außerdem mit dem Streifenboot „Vossbrook“ regelmäßig um das Boot.
Israel bekommt in den kommenden Jahren drei dieser großen U-Boote aus Kiel. Sie sind alle mit einem kombinierten Antriebssystem aus Brennstoffzellen und Dieselmotoren ausgerüstet und sind die derzeit leistungsfähigsten konventionellen U-Boote der Welt.
Mit den U-Bootaufträgen sind die 2000 Mitarbeiter von HDW über das Jahr 2014 ausgelastet. Die ersten beiden „Super-Dolphins“ wurden je zur Hälfte von den TKMS-Werften in Kiel und Emden gebaut. Die Nordseewerke in Emden lieferten die Hecksektionen nach Kiel. Bug- und Turm entstanden bei HDW in Gaarden.
Den Auftrag zum Bau der Boote hatte Israel im August 2006 erteilt. Der Preis für die beiden ersten Boote wurde damals mit rund 550 Millionen Euro pro Boot angegeben. Im Sommer vorigen Jahres wurde dann der Auftrag für ein drittes Boot dieses vergrößerten Dolphin-Typs nach Kiel vergeben. Die Bundesregierung übernimmt ein Drittel des Baupreises.
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