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Immobilien-Abteilung

Sparkasse zieht ins Fiedler-Haus

Von Martina Drexler

Im Juni endete die Café-Tradition im Stammhaus der Familie Fiedler an der Holstenstraße. Doch erst jetzt steht fest: Dort, wo jahrzehntelang Kuchen und Torten über die Tresen gingen, zieht die Immobilien-Abteilung der Sparkasse ein. Direkt daneben im Erdgeschoss werden künftig Tapas angeboten.
Foto: 	Eigentümer Robert Klötzer freut sich über die künftige Nutzung des ehemaligen Cafés Fiedler: Die Förde Sparkasse will Flagge in der Innenstadt zeigen und zieht mit ihrem Immobilien-Zentrum ins Erdgeschoss und Obergeschoss.

Eigentümer Robert Klötzer freut sich über die künftige Nutzung des ehemaligen Cafés Fiedler: Die Förde Sparkasse will Flagge in der Innenstadt zeigen und zieht mit ihrem Immobilien-Zentrum ins Erdgeschoss und Obergeschoss.

© Frank Peter

Kiel. Der Kieler Anwalt Robert Klötzer, der einen großen Immobilienbestand von seinem Großvater im Taunus geerbt hatte, erhielt für 6,85 Millionen Euro den Zuschlag für das fünfgeschossige Gebäude an der „Sahne-Adresse“. Es war nach jahrelangem Rechtsstreit im September 2011 zwangsversteigert worden. Dass sich der Umbau bis voraussichtlich Frühjahr bzw. Sommer 2013 hinzieht, begründet er mit den vielen negativen Überraschungen, die ihn nach der Räumung im Haus mit sieben Ladenlokalen und 18 Wohnungen erwarteten: Massive statische Probleme, mangelnder Brandschutz, massive Wasserschäden bei der Dachterrasse, Asbestsanierung. Hinzu kamen Verzögerungen bei Baugenehmigungen, da es lange dauerte, bis er sich mit der Stadt über die neue Fassadengestaltung einigte. Doch jetzt kann es losgehen, freut sich Klötzer – obwohl sich die anfänglich geplante Investitionssumme von 800000 Euro wohl fast verdoppeln wird.

Noch prangen die Schriftzüge „Café Fiedler“ an dem Gebäude, doch sie werden für die „Immobilien-Zentrum“-Werbung und für den Sparkassen-Würfel weichen. Jörg Bierbaß, Leiter des Immobilien-Zentrums, bestätigte, dass seine Abteilung nach dem Umbau wahrscheinlich im Spätsommer 2013 mit 15 Mitarbeitern vom Hauptsitz am Lorentzendamm ins Erd- und Obergeschoss des 1954 errichteten Gebäudes ziehen wird. Die Sparkasse, sagt er, wolle sich auch in der Innenstadt sichtbar positionieren. Während im 100 Quadratmeter großen Erdgeschoss der Empfangsbereich mit Produktpräsentation und ein neuer, in die Holstenstraße verlegter Eingang entstehen sollen, ist im Obergeschoss auf 400 Quadratmetern geplant, Kunden über Baufinanzierung und Immobilienangebote zu beraten. Den Innen-Umbau samt Einbau eines Fahrstuhls übernimmt das Geld-Institut selbst. Eigentümer Klötzer wird die Fassade mit viel Glas und dünnen Alu-Profilen bis zum zweiten Backstein-Obergeschoss modernisieren.

In den ehemaligen Erdgeschoss-Räumen von „Sandwich“ und „Friseur Klinck“ entsteht nach den Plänen von Klötzers Frau „Tapeo BCN“, die vermutlich erste deutsche Filiale eines spanischen Franchise-Unternehmens. Dort werden, so Klötzer, nicht nur Tapas bis in den Abend hinein angeboten, sondern auch Spezialitäten der spanischen Küche. Darüber hinaus sind in einem Event-Bereich unter anderem Zaubershows geplant, denn als Kooperationspartner von „Tapeo BCN“ nutzt auch die Zauberschule „Magic Jeff de Fire“ Räume. Auf diese Weise, erklärt Klötzer, wird das Gebäude, in dem als Läden „Leder Meißner“ und „l-tours“ geblieben sind, spätestens ab Sommer umgebaut und vollständig vermietet sein. Mit der Sparkasse schloss er einen über zehn Jahre laufenden Mietvertrag mit Option auf Verlängerung.

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