Kiel. Kolumbiens Marine hat gestern in Kiel zwei U-Boote in Dienst gestellt. Die Boote „Intrepido“ und „Indomable“ gehörten bis zum 31. März vorigen Jahres als „U 23“ und „U 24“ zur Deutschen Marine.
Im Falle eines Auftrages sollen die bislang nur für den Einsatz in Nordeuropa genutzten Boote mit Hilfe von HDW für die Karibik „tropentauglich“ gemacht werden. Nach der Tropikalisierung soll die Verlegung der 48,6 Meter langen und 500 Tonnen verdrängenden Boote in die Karibik erfolgen.
In Kolumbien werden „Intrepido“ und „Indomable“ die einst bei HDW in Kiel gebauten U-Boote „Tayrona“ und „Pijao“ unterstützen.. Diese Boote waren 1972 bis 1975 bei HDW in Kiel entstanden. Die ehemaligen deutschen U-Boote gehörten zur einst 18 Boote starken Klasse 206 der Marine. Die letzten sechs Boote waren 2010 und 2011 ausgemustert worden. Seitdem liegen vier U-Boote in Kiel. Die übrigen beiden Boote sollen für „Intrepido“ und „Indomable“ als Ersatzteilspender dienen. Um die vier U-Boote hatte sich auch Thailand beworben. Die Regierung in Bangkok hat ihr Interesse jedoch zurückgezogen, nachdem sie ein Angebot aus Korea erhalten hatte.
KN-Online.de Anmeldung