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Neue Filtration für das Klärwerk

Neumünster Neue Filtration für das Klärwerk

Neumünsters Klärkwerk soll eine 5 Millionen Euro teure Filtration erhalten. Damit wird die Anlage für die Behandlung von Abwasser aus dem Milchtrocknungswerk im Industriegebiet südlich der Südumgehung und der neuen Käserei, die dort Anfang 2019 ihre Produktion aufnehmen will, ausgerüstet.

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Neumünsters Kläranlage an der Niebüller Straße, die bei Tagen der offenen Tür großes Interesse findet, soll mit einer Filtrationsanlage ausgerüstet werden, um das Abwasser des neuen Milchtrocknungswerk behandeln zu können.

Neumünster. Zu dieser Empfehlung an die Ratsversammlung, die am 27. März entscheidet, kam der Ausschuss am Donnerstagabend nach 90-minütiger Diskussion. Das Ende 2015 in Betrieb gegangenen Milchtrockungswerk (MTW) verlassen derzeit 320.000 Kubikmeter Abwasser im Jahr; allerdings soll die zulässige Höchtsmenge von 400.000 Kubikmetern bald erreicht sein. Für die erste Ausbaustufe der Käserei sind 420.000 Kubikmeter genehmigt. Durch die Option des Käsewerkes auf eine zweite Ausbaustufe würde sich die Abwassermenge von beiden Betrieben zusammen dann auf zwei Millionen Kubikmeter erhöhen.

"Dann wären neue Anträge fällig, aber so weit sind wir noch nicht", erklärte Ingo Kühl, Chef des Technischen Betriebszentrums (TBZ) Neumünster. Nach seinen Angaben würde die neue Filtration eine Senkung des Phosphorwertes von jetzt 0,2 auf 0,17 Milligramm ermöglichen, damit trotz erhöhten Abwasseraufkommens die verschärften Einleitwerte in die Stör  eingehalten werden.

"Wenn wir heute mehr machen als wir müssen, dann müssen wir für die Endausbaustufe weniger nachrüsten", konstatierte Ausschussvorsitzender Andreas Kluckhuhn. "Und wenn die Käserei den zweiten Abschnitt nie baut?", gab Ausschussmitglied Geoffrey Warlies zu bedenken. "Auf jeden Fall muss bis Januar die neue Filtration stehen", drängte CDU-Ratsfrau Helga Bühse zur Eile.

Da die Kosten der Abwasserreinigung anhand der Frischwasserverbrauchs auf die Gebührenzahler umgelegt werden, würde sich Dank der neuen beiden Großverbraucher kalkulatorisch eine Gebührensenkung von 1,86 Euro pro Kubikmeter auf 1,83 Euro in 2019 ergeben, rechnete Kühl vor.

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