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Neumünster Saitenheld Ben Granfelt im Savoy
Lokales Neumünster Saitenheld Ben Granfelt im Savoy
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11:52 16.09.2018
Von Thomas Richter
Ben Granfelt und Okko Laru waren zu Gast in Bordesholm. Quelle: Björn Schaller
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Bordesholm

Der erste Eindruck

Der Gitarren-Maestro lieferte mit seinem kongenialen Trio ein mitreissendes Konzert in dem straighter Rock 'n'Roll, Prog. Rock, ganz viel Blues und vor allem ein in jeder Beziehung exzellentes Gitarrenspiel das Publikum verzückten.

Die Musik

Schon der Opener E.G.O. war ein voluminöses Hard-Rock Gitarrenfeuerwerk, das nicht nur die Ohren des begeisterten Publikums ordentlich klingeln ließ, sondern früh die Frage aufwarf, wie nur drei Leute einen so extensiven Sound von von der Bühne feuern konnten. Übrigens sollte man diesbezüglich  noch öfter ins staunen kommen. Doch eigentlich wies Bandleader Granfelt, ehemaliges Mitglied unter anderem von Wishbone Ash, den Leningrad Cowboys, den Guitar Slingers und seit 2011 für die finnischen Krawall-Brüder Los Bastardos Finlandeses tätig, dem Punkrock vergangener Tage eher eine bedeutende Nebenrolle zu.  Vielmehr stand eine wunderbaren Prog-Rock-Blues Melange im Mittelpunkt des Abends.                             Perfekt begleitet von Okko Laru am Schlagzeug und vor allem Masa Maijanen am Bass zeugte My Soul To You, der Titelsong des aktuellen Albums, exemplarisch von diesem musikalischen Konzept. Mit seiner respektablen Stimme, die immer ein wenig im Konkurrenzkampf mit dem überaus prominenten Gitarrenspiel stand, interpretierte der charismatische Musiker seine prächtigen  Kompositionen. In klarer Struktur wechseln sich melodische Verse und eingängige Refrains mit grandiosen Riffs und an Jamsessions erinnernde, streckenweise großflächige Gitarrenparts ab. Charaktervolle Schönheiten wie Heart on Your Sleeve, A Better Place oder Live Living And You, Open Road Open Book, Wayward Child und Endless Breath kamen in einem insgesamt druckvollem aber ausgewogenen Klangbild hervorragend zur Geltung. Ein Höhepunkt unter vielen war nach der Pause die kunstfertige aber so zwingende „Gitarren“-Version von Gerry Raffertys traurig-schönem Welthit Baker Street.   Es ist ein Markenzeichen Granfelts das sein Gitarrenspiel immer groovt, nie zu artistisch oder akademisch wirkt und die zahlreichen Effekte sehr zielführend eingesetzt werden. Fast mehr noch als die Texte führt so die Gitarre als eine Art „Erzähler“ durch die Songs.   

Das Publikum

Der Laden war bestens gefüllt und die Zuhörer durchweg voll bei der Sache. Auch war die Kommunikation zwischen Band und Publikum sehr lebendig. Einige muntere Bemerkungen aus dem Saal ließen darauf schließen, dass hier mehrere alte Fans anwesend waren.    

Was in Erinnerung bleibt

Der Abend bot bestes Songmaterial, bei der sich Komposition, Arrangements und extrem hohe Musikalität die Waage hielten. Der Riff-Routinier rockte so frisch wie am ersten Tag.  

Fazit

Bitte wiederkommen, Mr. Granfelt! Von Musik dieser Art wird man nie genug bekommen.

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