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Neumünster Unruhige Zeiten für die Rantzau-Kaserne
Lokales Neumünster Unruhige Zeiten für die Rantzau-Kaserne
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09:01 10.06.2018
Jan Marcus Rossa, Sprecher der FDP-Landtagsfraktion (von links), Stephan Holowaty, kommunaler Sprecher der FDP-Landtagsfraktion und Boostedts Bürgermeister Hartmut König unterhalten sich angeregt über die weitere Nutzung der Kaserne. Quelle: Susanne Wittorf
Boostedt

"Ende Mai ist von einer unbefristeten Nutzung der Rantzau-Kaserne als Erstaufnahmeeinrichtung für 1200 Flüchtlinge die Rede, ein paar Tage später teilt das Innenministerium mit: 'Die Landesregierung plant keine unbefristete Nutzung der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Boostedt. Gewünscht ist eine Verlängerung bis einschließlich 2024.'"

Für Hartmut König sind diese Zustände nicht haltbar. "Um Gerüchten Einhalt zu gebieten, brauchen wir klare Aussagen zur Zukunft der Kaserne", sagte der Bürgermeister.

Viele Flüchtlinge haben keine Bleibeperspektive

Über 1000 Flüchtlinge leben derzeit in der Erstaufnahmeeinrichtung Boostedt, die meisten ohne Bleibeperspektive. Der Alltag der sogenannten „Dublin-Fälle“ besteht aus Warten. Für unter 15-Jährige herrscht Schulpflicht. "Was die Schule und die vielen ehrenamtlichen Helfer hier leisten, muss man sehr hoch wertschätzen", sagte König. Boostedts Bürgermeister fühlt sich von der Politik allein gelassen.

Umso mehr begrüßte er, dass Jan Marcus Rossa und Stephan Holowaty von der FDP-Landtagsfraktion zu Gast in der Gemeinde waren, um sich  ein Bild von der aktuellen Situation in der Erstaufnahmeeinrichtung zu machen.

Boostedt möchte andere Nutzung der Kaserne

Bürokratische Hürden und Kommunikationsprobleme zwischen dem Land, der Stadt Neumünster und der Gemeinde Boostedt gibt es auch bei der Konversion der Rantzau-Kaserne in die zivile Nutzung. "Seit anderthalb Jahren warten wir auf eine Entscheidung bezüglich der Panzerstraße auf dem Gelände", sagte Hartmut König. "Erst wenn die gefällt ist, können wir mit dem potentiellen Investor in Verhandlungen treten."

Von Susanne Wittorf

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