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DRK informiert über Knochenmarkspende

Neumünster DRK informiert über Knochenmarkspende

Im Best Western Hotel Prisma in Neumünster hat das Deutsche Rote Kreuz zum zweiten Mal eine mobile Blutspende-Aktion gestartet. Neu war der Infostand zum Thema "Typisieren", denn was die wenigsten wissen: Bei einer Blutspende kann man sich auch als Knochenmarkspender registrieren lassen.

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Trotz Nadel im Arm ein Lächeln auf den Lippen: Janina Trapp (29) lässt sich von der medizinischen Fachkraft Karin Klotz die Kanüle zur Blutspende legen.

Quelle: Frida Kammerer

Neumünster. "Es ist ja nur ein Röhrchen mehr", erklärte Helga Spehr vom Deutschen Roten Kreuz (DRK). Mit einem Infostand stand sie im Foyer des Best Western Hotel Prisma in Neumünster und informierte Blutspender über die Möglichkeit, sich gleichzeitig als Stammzellenspender typisieren zu lassen.

Zum zweiten Mal hatte der DRK-Blutspendedienst Nord-Ost im Hotel seine Liegen aufgebaut. Das wurde gut angenommen: Zwar entsanden keine Warteschlagen, aber das Arzt-Zimmer, in das jeder Spendenwillige muss, war nie leer. Im vergangenen Jahr gab es über 500 Erstspender mehr als 2016, insgesamt wurden über 2000 Blut-Konserven abgegeben.

Wie man Stammzellenspender wird

Zwar kann man sich bei jeder Blutspende als Stammzellenspender registrieren lassen, es ist nur das besagte eine Röhrchen mehr, das abgenommen wird, aber die wenigsten wissen das. Janina Trapp hatte eine Typisierung bisher nicht in Erwägung gezogen - weil sie niemand danach fragte. Zum siebten Mal warist die 29-Jährige schon bei der Spende. "Ich arbeite hier im Hotel, da ist es natürlich bequem hier zu spenden", sagte sie.

Die Knochenmarkspende kann nur funktionieren, wenn die sogenannten "Gewebemerkmale" von Spender und Empfänger zusammen passen. Eine Spende-Pflicht gibt es nicht, man kann sich auch wieder aus der Datei löschen lassen - etwa wenn man krank wird und nicht mehr spenden kann.

Knochenmarkspende ist nicht mehr mit OP verbunden

Die Prozedur wurde einfacher: Dem Spender wird zunächst der Körpereigene Botenstoff G-CSF gespritzt. Dieser erhöht die Anzahl an Stammzellen im Blut - das gleiche macht der Körper selbst bei einer Krankheit. Danach wird der Spender an einen Zellseparator angeschlossen, drei bis fünf Stunden läuft dort das Blut durch und die Stammzellen werden entnommen. Keine Operation, kein Krankenhausaufenthalt.

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