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Neumünster Zwischen Verzweiflung und Zuversicht
Lokales Neumünster Zwischen Verzweiflung und Zuversicht
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21:30 30.11.2018
Von Susanne Wittorf
"Stempel sind wichtig in Deutschland", sagt Torsten Geerdts zwinkernd bei der Vergabe von Teilnehmerbescheinigungen an Flüchtlinge. Quelle: Susanne Wittorf
Neumünster

Was in der öffentlichen Diskussion kaum noch vorkam, waren die Menschen, die nach einer langen Flucht vor Krieg und Verfolgung in der zentralen Landesunterkunft am Haart gestrandet sind. Am Freitag gaben einige von ihnen anlässlich eines Besuchs von Innenstaatssekretär Torsten Geerdts Einblicke in ihr jetziges Leben und ihre Schicksale.

"Jetzt wollen wir schnell Deutsch lernen"

Da ist zum Beispiel das Ehepaar aus Afghanistan. Der seit 15 Jahren wütende Krieg in ihrer Heimat habe sie bewogen, das Land zu verlassen, erzählte der Mann in fließendem Englisch. Er und seine Frau seien vor vier Tagen in Neumünster angekommen, davor lebten sie längere Zeit in Schweden. „Schwedisch sprechen wir inzwischen fließend, jetzt wollen wir schnell Deutsch lernen“, sagt er. In Schweden durften sie nicht bleiben.

Ihr Sohn wollte sich das Leben nehmen

Trauer und Sorgen treiben eine Frau aus dem Iran um. Gemeinsam mit ihrem 17-jährigen Sohn lebt sie seit über einem Jahr in Neumünster. Vorgestern hat ihr Sohn, der hier zur Schule geht, versucht sich das Leben zu nehmen. Er liegt im Friedrich-Ebert-Krankenhaus.

„Dort ist Ihr Junge gut aufgehoben“, versucht Torsten Geerdts die verzweifelte Mutter zu beruhigen. Der Staatssekretär nahm sich Zeit für die Menschen. Eigentlich war er gekommen, um sich ein Bild vom Angebot der sogenannten WiSH-Sprachkurse der Volkshochschulen (Wir in Schleswig-Holstein) zu machen. Seit drei Jahren bietet der VHS-Landesverband die vom Land finanzierten Kurse in Boostedt an, seit zwei Jahren gibt es sie in Neumünster.

Alle sollen schnell Deutsch lernen

„Es ist unser Ziel, dass alle Zugewanderten, die dauerhaft oder auf absehbare Zeit in Schleswig-Holstein leben, von Anfang an die deutsche Sprache erlernen“, betonte Geerdts. Dazu gehöre auch, dass die Zeit in den Aufnahmeeinrichtungen für frühe Sprachförderung genutzt werden. Und die beginnt unmittelbar nach dem Eintreffen der Geflüchteten in der Erstaufnahme

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