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Neumünster 31 neue Sterbebegleiter ausgebildet
Lokales Neumünster 31 neue Sterbebegleiter ausgebildet
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19:25 22.07.2018
Von Sabine Nitschke
Monika Hohmann (von links), Stephan Tamme und Sabine Laube haben nach der Ausbildung ihre ersten Einsätze als ehrenamtliche Sterbebegleiter absolviert. Quelle: Sabine Nitschke
Neumünster

Stephan Tamme, 36 und von Beruf Personalreferent, gehört zu den wenigen Männern in diesem Ehrenamt. Nicht zuletzt aus beruflichem Interesse heraus hatte er sich für die Aufgabe entschieden. "Wenn ich Menschen im Leben begleite, dann kann ich sie auch aus dem Leben begleiten."

Gesprächstechniken und Rollenspiele

"In der Ausbildung wurde Selbsterfahrung vertieft. Wir haben Gesprächstechniken gelernt, uns in Rollenspielen erprobt", erklärt Hohmann. Sabine Laube, 48-jährige Sekretärin, schildert die Ausbildung noch aus einem anderen Blickwinkel. "Es war ein schönes und tiefes Miteinander und Benedikte Gade eine tolle Koordinatorin. Jeder ging achtsam mit den anderen um; es war eine besonders geschützte Atmosphäre und eine große Bereicherung."

Einsatz im Krankenhaus oder Begleitung bei Arztbesuchen

Danach durfte jeder seinen eigenen Schwerpunkt wählen für die Einsätze. "Ich fühle mich auf der Palliativstation im Friedrich-Ebert-Krankenhaus gut aufgehoben, habe da feste Uhrzeiten, unterstütze das Personal beim Abendessen", berichtet Hohmann. Gleich bei ihrem ersten "Fall" war eine Kommunikation nicht mehr möglich. "Aber ich habe die Hand der alten Dame gehalten und gespürt, wie sie durch diese Zuwendung zur Ruhe kam." Sabine Laube leistet Besuchsdienste bei Demenzkranken und begleitet Familien Sterbenskranker. Gade weiß zu schätzen: "Häufig werden in Arztgesprächen Fakten sachlicher ausgesprochen, wenn Ehrenamtliche dabei sind."

"Gerade mit den Alten- und Pflegeheimen möchten wir die Kooperation festigen und ausbauen, um dort die die hospizliche und palliative Kultur zu implementieren", sagt Julia Hertz-Kleptow, Leiterin des ambulanten Hospizdienstes.

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