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Neumünster Keine Entscheidung beim Großflecken
Lokales Neumünster Keine Entscheidung beim Großflecken
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07:00 31.08.2018
Von Sabine Nitschke
Auf einem Musterfeld im südlichen Teil des Großfleckens erkennt man die abgeschliffenen Steine, die die Verwaltung vorschlägt. Quelle: Sabine Nitschke
Neumünster

Thomas Michaelis (CDU) warf der Verwaltung vor: „Das widerspricht diametral dem Ratsbeschluss vom Dezember 2014, in dem eine Neupflasterung des Fleckens mit zwei Farbtönen beschlossen wurde.“

Drohen Stolperfallen auf dem Platz?

Das Wiedereinsetzen des alten Pflasters auf dem rund 8500 Quadratmeter großen Platz in ungebundener Bauweise sei mit 150,50 Euro pro Quadratmeter die deutlich teurere Lösung als die Verlegung neuen Betonpflasters, das pro Quadratmeter 85,50 Euro kosten würde, wie das Hamburger Landschaftsarchitekturbüro WES errechnet habe. Dazu käme für die Stadt beim Verkauf des alten Pflasters noch ein Erlös in Höhe von 187.000 Euro. Zudem wittert Michaelis Stolperfallen, wenn durch die ungebundene Bauweise Fugen zwischen den Steinen entstünden.

Keine unterschriebene Erklärung von Architekt Rogalla

Michaelis macht sich für eine völlige Neugestaltung des Platzes stark, um unabhängig von dem einstigen Fleckenplaner, dem Hamburger Architekten Dieter Rogalla, zu sein. Der hat laut Verwaltung zwar grundsätzlich sein Einverständnis für Nachbesserungen signalisiert, aber eine unterschriebene Erklärung steht nicht zuletzt aus gesundheitlichen Gründen noch aus. Michaelis fehlt in dem Papier der Verwaltung zudem der Kinderspielplatz auf der Klosterinsel, Ersatz für die wegfallenden Parkplätze auf der Ostseite, eine attraktive Brunnengestaltung in Höhe Klatsch-Palais.

Forderung: Bürger sollten beteiligt werden

Laut Kubiak will Rogalla erst unterschreiben, wenn ein fertiger Entwurf vorliegt. „Ich habe eine Bitte: Sehen Sie zu, dass Sie bis zur nächsten Sitzung eine Einigung mit Rogalla hinkriegen“, sagte CDU-Ratsfrau Helga Bühse. „Aber jetzt liegt doch vor, was zu 99 Prozent zustimmungsfähig wäre von Herrn Rogalla“, machte sich SPD-Ratsfrau Franka Dannheiser für das Verwaltungs-Papier stark. Für eine „ordentliche Bürgerbeteiligung“ votierte Axel Westphal (SPD) – und zwar mit allen bisher auf dem Tisch liegenden drei Varianten für Pflasterungen.

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