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Lokales Neumünster Neumünster schafft 100 neue Kita-Plätze
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15:41 09.11.2018
Von Thorsten Geil
Die Kitas in Neumünster werden ausgebaut. Quelle: Monika Skolimowska
Neumünster

Bundesweit gilt, dass für 35 Prozent der unter Dreijährigen ein Platz vorgehalten werden soll. Das erfüllt Neumünster derzeit ziemlich genau mit 35,3 Prozent (709 Plätze). Etwa ein Drittel davon sind nicht in Kitas angesiedelt, sondern in der Kindertagespflege (Tagesmütter und -väter).

Der Rat hat aber schon 2014 festgelegt, dass eine Quote von 40,2 Prozent abgedeckt werden soll. Die Stadt und freie Träger haben in den vergangenen Jahren auch sehr viele Plätze geschaffen und erfüllen den Rechtsanspruch. Wer einen Betreuungsplatz möchte, der bekommt in aller Regel auch einen – wenn auch vielleicht nicht immer in der Wunsch-Kita in der Nachbarschaft.

Um die 40,2 Prozent zu erreichen, fehlen 85 Plätze, die aber bereits in acht Kitas in Planung sind. Mit dem neuen Bedarfsplan legt die Ratsversammlung die Latte noch eine Etage höher. Nun soll es in den nächsten vier Jahren genug Plätze für 45 Prozent der Kleinkinder geben.

„Das bedeutet, dass wir rund 100 zusätzliche Plätze schaffen müssen. Wir steigen jetzt in die Planung ein und führen dann Gespräche mit den freien Trägern, wo wir bauen können“, sagt Jörg Asmussen, Fachdienstleiter Frühkindliche Bildung im Rathaus.

Zur Erfüllung des Rechtsanspruchs ist es egal, ob die Plätze in städtischen Kitas oder bei anderen Anbietern wie Kirchen oder Sozialverbänden sind. Nur: Zahlen muss die Stadt. Als Faustregel gilt, dass es etwa 450.000 Euro kostet, eine Gruppe mit zehn U3-Kindern einzurichten; das macht also rund 4,5 Millionen Euro. Davon blieben bislang etwa 90 Prozent an der Stadt und dem Land hängen, auch wenn die Awo oder das DRK eine Kita bauten.

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