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Neumünster Kulturtafel für Bürgerpreis nominiert
Lokales Neumünster Kulturtafel für Bürgerpreis nominiert
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16:38 10.08.2015
Von Sabine Nitschke
Die drei von der Kulturtafel: Monika Giese (links), Bodo Braker und Hidrin Rohwer planen in ihrem offenen Büro im Bürger-Café die ersten Kartenvergaben nach der Sommerpause. Quelle: Sabine Nitschke
Neumünster

Alles begann im Dezember 2012 mit einem Zeitungsartikel über die Hamburger Kulturloge. „Die Idee hat mich fasziniert“, erzählt die ausgebildete Seniortrainerin Heidrun Rohwer. Sie war fest davon überzeugt, dass sie für Neumünster passen würde. „Es gibt hier viele Menschen, die allein von Grundsicherung wie Hartz IV leben müssen. Wer sich früher Kultur leisten konnte, wird sie bestimmt vermissen.“

 Die Zustimmung von Kulturstadtrat Günter Humpe-Waßmuth half ungemein, bei Veranstaltern auf offene Ohren zu stoßen. Von der Anschargemeinde über die Niederdeutsche Bühne bis zum Volkshaus Tungendorf sind alle dabei. „Neuerdings auch das Museum Tuch + Technik und die Gerisch-Stiftung“, berichtet Rohwer, die in Monika Giese und Bodo Braker engagierte Mitstreiter fand.

 Kontakte zu ihren „Kunden“ knüpft die Kulturtafel vor allem über Info-Blätter mit Anmeldeformular, die bei Sozialeinrichtungen ausliegen. Auf der Antwortkarte werden gleich bestimmte Interessenwünsche abgefragt. „Mit 25 Nutzern sind wir gestartet. Jetzt haben wir einen Stamm von 136, darunter 56 Kinder. Bis heute wurden 390 Karten vermittelt“, bilanziert Giese.

 Resonanz bleibt nicht aus: „Oft bekommen wir Anrufe, wie toll der Abend mit Jazz, Lesung oder der Familientag im Bad am Stadtwald war“, erzählt Rohwer. Stolz ist das Trio, das mittlerweile ein „offenes Büro“ im Bürger-Café im Bildungszentrum Vicelinviertel, Kieler Straße 90, gefunden hat, über die gute Zusammenarbeit mit den Sponsoren. „Einige reflektieren nicht mehr nur auf unverkaufte Tickets, sondern planen uns fest mit einem Kontingent ein.“ Bleibt der Wunsch: „Sponsoren, damit wir für Gastspiele Karten für Kinder kaufen können.“

 Als Christiane Johannsen aus dem Seniorenbüro anfragte, ob die Kulturtafel sich nicht für den Bürgerpreis bewerben wollte, zögerte das Trio. Braker schickte letztlich doch eine Bewerbung ab. Und verkündet stolz: „Wir gehören unter 66 Bewerbern zu den zehn Nominierten. Das ist für uns eine tolle Sache.“ Bei der Preisverleihung am 11. November in Kiel wissen sie dann mehr.

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