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Neumünster Kundgebung und Musik gegen den Krieg
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19:10 03.11.2018
Von Beate König
Das Friedensforum Neumünster demonstrierte mit Zeitungen, Musik, Fahnen und Kundgebung für den Frieden.. Quelle: Beate König
Neumünster

„Die Friedensbewegungen haben sich für den bundesweiten Tag zusammengeschlossen“, berichtete Christof Ostheimer vom Friedensforum Neumünster. 15 Aktive sammelten Unterschriften, während Musiker Gerd Sell Anti-Kriegslieder wie „Sag mit wo die Blumen sind“ und „Wir sind die Moorsoldaten“ sang.

„Abrüsten statt Aufrüsten“ stand auf den Bannern der friedlichen Demonstranten. Sie sammelten für die gleichnamige Aktion des bundesweiten Netzwerks Friedenskooperative vor der Holsten-Galerie Unterschriften. Mehr 120.000 Unterschriften wurden bereits bundesweit gesammelt, berichtete Ostheimer. Sie sollen dem Parlament im Rahmen der Debatte für den Haushalt 2019 und der Bundesregierung überreicht werden.

Ostheimer erklärte die Friedensbewegung wolle über die Hintergründe der Aufrüstungs-Debatte aufklären, und sie stoppen: „Es wird in den Nato-Staaten ein Szenario aufgebaut, bei dem davon ausgegangen wird, dass Russland einen Angriff gegen die EU-Staaten plane. Das halten wir für irreal.“ Mit diesem Argument werde die Bundeswehr mit Angriffswaffen, Drohnen und Panzern aufgerüstet. „Wir sollten die Bewegung nicht mitmachen.“

Jede Woche gibt es eine Mahnwache

Im Grundgesetz sei verankert, dass Deutschland für den Verteidigungsfall gerüstet sein müsse. „Dagegen sind wir nicht. Wir sind dagegen, dass die Waffen zur Angriffsfähigkeit weiter entwickelt werden.“

Um klar zu machen, wem mit einer Aufrüstung gedient werde, zitierte Ostheimer den ehemaligen amerikanischen Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Dwight D. Eisenhower, der nach seiner Ablösung warnte, die Regierung der USA werden von einem miltärisch-industriellen Komplex gelenkt, nicht von der Politik.

Das Friedensforum Neumünster trifft sich an jedem ersten Dienstag im Monat um 17 Uhr an der Ecke Lütjenstraße/Großflecken zu einer einstündigen Mahnwache für den Frieden. Ostheimer ist sich angesichts der aktuellen politischen Entwicklung sicher: „Unsere Bewegung wird weiter wachsen.“

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