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Neumünster Diese Modelle haben es in sich
Lokales Neumünster Diese Modelle haben es in sich
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11:19 05.03.2017
Von Karsten Leng
Die Schiffbauer ließen ihre Modelle auch in einem großen Becken fahren. Quelle: Karsten Leng
Neumünster

Mehr als 150 Aussteller - vom Händler bis zu Interessengemeinschaften - aus der ganzen Bundesrepublik und dem europäischen Ausland waren mit von der Partie. Neben traditionellen Eisenbahnlandschaften, Schiffen, die durch ein Wasserbassin pflügten, und Mini-Rennwagen, die sich heiße Rennen lieferten und einer Vielzahl von Verkaufsständen gab es echte Nischen der Modellbauszene zu bestaunen.

Am Stand von Dirk Wölffer standen viele Messegäste und bewunderten einen 3D-Drucker, der unentwegt kleine Plastikteile produzierte. Der Hamburger hat den Drucker aus einem fertigen Bausatz eines bekannten Technik-Spielzeugkonzerns zusammengebaut. „Ich habe ihn etwas modifiziert, um eine bessere Steuerung des Produktionsprozesses zu erreichen“, so der Bastler. Gesteuert werde der Prozess über ein spezielles Programm auf einem angeschlossenen Computer. Für Modellbauer sei ein derartiger Drucker eine echte Bereicherung. „Wenn Kunststoffteile für ein Modell, egal ob Schiff, Flugzeug oder Eisenbahn angefertigt werden müssen, kann jeder das jetzt in seiner heimischen Werkstatt erledigen“, so Wölffer.

In der Halle vier war das Eldorado der „Schiffsbauer“. In einem großen Becken zeigten die Kapitäne mit ihren Fernsteuerungen, was ihre Konstruktionen zu leisten vermögen. Mit dabei war auch Michael Luch. Er hat aus einem fertigen Bausatz den USS Flugzeugträger "Nimitz" in akribischer Arbeit geschaffen. „Das hat rund ein Jahr gedauert“, so der Schiffsbauer. Das Vorbild für den Nachbau hat ein 332 Meter langes Flugdeck. Das Modell hat Luch im Maßstab 1:200 gebaut, und so weist es erhebliche Ausmaße auf. Um den Flugzeugträger ins Wasserbecken zu setzen, bedurfte es einiger Helfer.

Wie auch in den Vorjahren war der „Truppenübungsplatz“ der Interessengemeinschaft Militärmodellbau bei Vätern mit ihren Söhnen ein beliebtes Ausflugsziel. Auf einem rund 200 Quadratmeter großen Areal aus matschiger Erde brausten Schützenpanzer durch Kuhlen und bewältigten aufgeschichtete Anhöhen. Joachim Ruge aus Celle lenkte seinen Schützenpanzer Marder gekonnt durch den Matsch. Das Modell im Maßstab 1:8 ist vom Äußeren dem Bundeswehr-Original absolut identisch. Rund 50 Kilogramm bringt der Mini-Panzer auf die Waage. „Wir haben in meiner Heimatregion einen großen Platz, auf dem wir bei Schautagen den Zuschauern Manöver nach militärischen Regeln demonstrieren“, sagte der „Panzerfahrer“. So ein Selbstbau könne schon mal an die 8000 Euro an Materialkosten verschlingen.

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