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Neumünster Nabu Neumünster besitzt schon 85 Hektar
Lokales Neumünster Nabu Neumünster besitzt schon 85 Hektar
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09:33 26.09.2018
Von Thorsten Geil
Nabu-Ehrenvorsitzender Peter Hildebrandt im Dosenmoor. Quelle: Thorsten Geil
Neumünster

Dem kleinen Verein mit seinen 1200 Mitgliedern gehören im Dosenmoor  immerhin 16,3 Prozent der gesamten Fläche. Das Dosenmoor liegt am Rande des Einfelder Sees in den drei Landkreisen Neumünster, Rendsburg-Eckernförde und Plön und in mehreren Gemeinden. Es ist das am besten entwickelte Hochmoor in Schleswig-Holstein, steht seit 1981 unter Naturschutz und hat darum eine regionale Bedeutung.

Seit 35 Jahren arbeitet der Nabu gegen die Entwässerung

Da hier über Jahrhunderte bis in die 1970er-Jahre Torf abgebaut und das Moor dafür konsequent entwässert wurde, hatte es an Bedeutung für die Tier- und Pflanzenwelt verloren. Seit 35 Jahren arbeitet der Nabu Neumünster dagegen an. Von Anfang an und bis heute dabei ist Peter Hildebrandt (75).

Die kleinste Parzelle ist so groß wie ein Wohnzimmer

198 Klein- und Kleinstparzellen hat er nach und nach zusammengekauft. Die kleinste ist so groß wie manch Wohnzimmer (32 Quadratmeter), die größte hat immerhin 22.400 Quadratmeter. 170.000 Euro hat der Verein in all den Jahren für die Grundstücke bezahlt und zusätzlich 29.000 Euro an Nebenkosten.

Auch Grunderwerbsteuer wird fällig

„Leider fallen auch bei diesen Käufen die normalen Notar- und Gerichtskosten sowie die Grunderwerbsteuer an“, sagt Peter Hildebrandt. Er hat den Nabu Neumünster über Jahrzehnte geführt und trägt nun zwei besondere Titel: Hildebrandt ist Ehrenvorsitzender und Landkaufbeauftragter des Vereins.

Das Moor ist so zersplittert, weil die Dänen-Könige es irgendwann in 800 Einzelteile aufgeteilt haben: Jede Schule, jeder Pastor und viele Bauern bekamen eine eigene Parzelle, um den wertvollen Torf zu stechen und damit ihre Häuser heizen zu können. Die heutigen Besitzverhältnisse sind oft sehr schwer herauszufinden, aber Hildebrandt gibt nicht so schnell auf.

In den Nabu-Parzellen wird die Entwässerung gestoppt. Sie werden nur sporadisch gepflegt oder von Schafen und Ziegen beweidet. Die Birken werden jedoch geschlagen. Es soll kein Wald entstehen, denn die Birken ziehen viel Wasser. Überlaufen darf das Moor aber auch nicht, denn dann laufen den Einfeldern die Keller voll.

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