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Neumünster Angst vor Windkraft in Einfeld
Lokales Neumünster Angst vor Windkraft in Einfeld
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06:00 28.11.2018
Von Thorsten Geil
In der Nähe des Einfelder Sees könnten bald weitere Windräder entstehen. Hier sind die Looper Biogasanlage und die drei Krogasper Windräder zu sehen, die auch in Einfeld noch gut zu sehen sind. Quelle: Frank Scheer
Neumünster

Die laufende Fortschreibung des Windentwicklungsplans zum Thema Windenergie betrifft Neumünster nicht direkt, weil auf Stadtgebiet keine Flächen für Windräder geplant sind. Aber zwischen Mühbrook, Schönbek, Loop und Einfelder See ist eines der neuen Vorranggebiete vorgesehen.

Gegenüber der Ursprungsplanung von 2017 ist die Fläche zwar von 101 auf 47 Hektar reduziert worden. Statt sieben bis zwölf Windräder können fünf bis sieben Anlagen gebaut werden – bis zu einer Höhe von 230 Metern (KN berichteten).

Die werden von Einfeld aus ganz sicher zu sehen sein, ähnlich wie die drei Räder auf Krogasper Gebiet, die die Einfelder seit Jahren mit ihren Blinklichtern nerven. Bis zum 3. Januar kann jeder Schleswig-Holsteiner eine Stellungnahme zu den Vorrangflächen bei der Landesregierung abgeben. Darauf weist „Windverstand“ in der Wurfsendung ausdrücklich hin.

Die BI lädt die Einfelder gleichzeitig zu Sprechzeiten nach Mühbrook ein, wo Hilfe beim Ausfüllen einer Stellungnahme im Onlineportal des Landes angeboten wird. „Wir stellen Infos und Argumente zur Verfügung und unterstützen gern“, heißt es in der Wurfsendung. Die Sprechstunden sind am 5. Dezember (16.30 bis 18 Uhr), 9. und 16. Dezember (jeweils 10 bis 11.30 Uhr) im Gemeinschaftsraum an der Dorfstraße 20.

Auch in der Politik ist das Thema angekommen. Der LKR-Ratsherr Jürgen Joost, selber Einfelder, sieht laut einer Pressemitteilung eine „erhebliche Beeinträchtigung des Naherholungsgebietes Einfelder See“, wenn die Windräder gebaut werden sollten. Die Grenzen der Vorrangfläche lägen lediglich 700 Meter vom Ufer des Einfelder Sees und 1200 Meter von der historischen Margarethenschanze entfernt. Nicht nur Mühbrook, sondern auch ein erheblicher Teil der nördlichen Einfelder Wohnbebauung befänden sich in einem Radius von 3000 Metern, so Joost.

Joost sieht in den Windrädern erhebliche Gefahren für Mensch, Natur und Umwelt. „Neben der optischen Verschandelung der Landschaft durch die über den Strompreis subventionierten Gelddruckmaschinen für Investoren gibt es für Menschen eine erhebliche Beeinträchtigung durch Lärm und Infraschall“, so Joost.

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